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Göttingen Baubeginn im kommenden Jahr
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00:17 19.09.2016
Rund 138 Millionen Euro soll das neue Bettenhaus kosten: Hier ein Visualisierungsbeispiel mit Blick auf die Ostfassade. Quelle: UMG
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Göttingen

„Für die UMG ist der Neubau des Krankenhauses eine existenzielle Frage“, erklärte Freytag. Da sowohl die Bausubstanz als auch die Gebäudetechnik rund 40 Jahre alt sind, wurden die Baumaßnahmen notwendig. In einem ersten Bauabschnitt sollen ein neues Bettenhaus und ein neuer Operationstrakt gebaut werden. „Ein so großes Bauvorhaben wie der Neubau eines ganzen Bettenhauses und nachfolgend am gleichen Standort eines großen Operationszentrums bringt hohe logistische und planerische Herausforderungen mit sich“, sagte der Finanzvorstand.

138 Millionen Euro für das Bettenhaus, 80 Millionen Euro für den OP-Trakt, so lauteten die Prognosen im Mai vergangenen Jahres. Durch einen Programm-Ergänzungsantrag, der unter anderem Bereitschaftsdiensträume vorsieht, die im ersten Entwurf nicht berücksichtigt wurden, könnte es noch teurer werden. Da derzeit noch an der Baubedarfsanmeldung für den OP-Trakt gearbeitet werde, könne zu den endgültigen Kosten „im Augenblick keine belastbare Aussage gemacht werden“, sagte Freytag.

Das neue Bettenhaus soll eine Fläche von 53.000 Quadratmetern, verteilt auf acht Ebenen umfassen - mit einer Intensivstation, drei Ebenen für die Normalstationen der Kardiologie, Chirurgie und Neurologie, Platz für 625 Betten und einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Ursprünglich war der Baubeginn für 2016 angesetzt, aber da nach Angaben des Finanzvorstands „noch Fragen, beispielsweise zum Brandschutz, aufgetreten sind“, wird sich der Start in das Jahr 2017 verschieben.

Nach Inbetriebnahme des neuen, soll das alte Bettenhaus abgerissen werden, und für einen zweiten und dritten Bauabschnitt Platz machen. „Die UMG wird noch in diesem Jahr über die weiteren Planungen berichten“, kündigte Freytag an.

Forschungsgebäude fertiggestellt

Das neue Forschungsgebäude

Bereits fertiggestellt und am vergangenen Dienstag eröffnet wurde ein neues, 27,5 Millionen Euro teures Forschungsgebäude, in dem das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und das „Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration“ (BIN) zukünftig an den Ursachen von Nervenkrankheiten wie der Alzheimer-Demenz forschen werden.

Ebenfalls kurz vor der Fertigstellung ist das neue Gebäude des Deutschen Herz-Kreislauf-Zentrums (DHKZ), das moderne Forschungsflächen für „Nasslabore“ und Büroflächen biete, erklärte Freytag. „Im Frühjahr 2017 ist die Übergabe an die Nutzer vorgesehen“, schilderte Freytag. Damit sichere das DHKZ „interdisziplinäre, kardiologische Spitzenforschung am Wissensstandort Göttingen. yah

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