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Göttingen Jühnder Milchbauer erwartet durch Ende der Milchquote keine Änderungen
Die Region Göttingen Jühnder Milchbauer erwartet durch Ende der Milchquote keine Änderungen
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21:26 31.03.2015
Hat 100 000 Euro wegen der Quote investiert: Christian Ilse. Quelle: Theodoro da Silva
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Jühnde

„Landwirtschaftliche Betriebe können nun von der steigenden Nachfrage nach Milchprodukten in anderen Weltregionen profitieren“, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Das sieht der Jühnder Milchbauer Christian Ilse eher skeptisch. „Für uns wird sich durch das Ende der Milchquote gar nicht viel ändern“, sagt Ilse. Er glaubt, dass es das Auf und Ab beim Milchpreis auch in Zukunft geben werde. Sein Betrieb habe sich vor einigen Jahren bereits auf das Auslaufen der Quote eingestellt. Er habe einen neuen Stall gebaut. Seinen Milchkuh-Bestand könnte er von zurzeit 125 auf 150 erhöhen, sagt er, aber an der Produktion werde sich nicht viel ändern. Viele seiner Kollegen könnten nicht einfach weitere Ställe für mehr Kühe bauen, erläutert er, und auch fänden sich nicht so einfach Arbeitskräfte. Im Raum Göttingen gebe es im Gegenteil eher kleinere Betriebe, so Ilse, die in den nächsten Jahren aufhören würden. Der Jühnder Milchbauer begründet das damit, dass einige seiner Kollegen keine Hofnachfolger hätten und eine Investition in neue Ställe sich nicht rechnen werde.

Dass jetzt die Quote wegfalle, sagt Ilse, sei für ihn eher ärgerlich, denn seinerzeit habe er die Quote eigens kaufen müssen. Mindestens 100 000 Euro habe sein Betrieb in den vergangenen Jahren wegen der Milchquote investiert. „Das ist jetzt weg“, meint Ilse. Aber immerhin müssten die Betriebe fortan keine Strafen mehr bezahlen, wie das bisher der Fall war, wenn die Milchproduktion über der Quote lag.

1984 wurde die Milchquote in der EU als Reaktion auf Milchseen und Butterberge eingeführt. Das Ende der Quote ist seit 2003 beschlossene Sache und ab 1. April 2015 gehört sie der Vergangenheit an.

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