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Göttingen Mitmach-Aktionen rund um das Alte Rathaus Göttingen
Die Region Göttingen Mitmach-Aktionen rund um das Alte Rathaus Göttingen
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19:26 23.06.2018
"JugendInAktion2018" des Stadtjugendrings Göttingen auf dem Rathausplatz. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

„Der Aktionstag ist Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Astrid Schmidt, Referentin des Stadtjugendrings. Es gehe darum, Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit zu lenken. „Die Kinder brauchen einen Raum, wo sie ihre Persönlichkeit entwickeln können und ihre eigenen Interessen, Fähigkeiten und ehrenamtliches Engagement gefördert werden.“ Mithilfe von Schablonen und Filzmalstiften kreierten die Besucher am Stand des Jugendrings Stofftaschen mit individuellem Design.

Deutlich wärmer ging es am Stand der Jugendfeuerwehr Göttingen zu: Pascal Sommerfeld, stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart, und seine Kollegen zeigten mithilfe eines Feuerlöschtrainers den richtigen Umgang mit Feuerlöschern: „Wir erklären den Löschvorgang und die Kinder können es selbst ausprobieren.“ Mit vorsichtigen Griffen und staunenden Mienen gelang es jedem Besucher, das Feuer zu löschen. Für viel Action sorgten die freien und städtischen Kinder- und Jugendhäuser, die zusammen eine Trampolinanlage organisierten.

Geschwindigkeit und Kraft waren beim Mülltonnenrennen des Christlichen Verein Junger Menschen Göttingen (CVJM) gefragt: Während ein Kind die Tonne zog, saß ein anderes drin und ließ sich entlang der aufgestellte Verkehrshütchen ziehen. „Wir bieten unter anderem Freizeiten in Sommer- und Winterferien an, und Übernachtungsaktionen für Kinder von neun bis 13 Jahre“, sagt Cora Leinbaum, Kinder- und Jugendreferentin des CVJM. „Die Kinder haben so die Möglichkeit raus zukommen und das Zusammenleben von 20 bis 30 Kindern zu erleben.“ Als christlicher Verein gebe es auch immer eine Bibelfigur, die thematisiert wird: „Wir wollen den christlichen Glauben vorleben und verständlich machen.“ Ähnliche Ziele hat auch die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Göttingen. „Die Kinder sollen sich selber und Gott kennenlernen“, sagt Kinder- und Jugendreferentin Dortje Brandes, die zusammen mit ihrer Jugendgruppe Waffeln an die Besucher verschenkte. Es gehe aber auch um die Möglichkeit, Fragen des alltäglichen Lebens stellen zu können: „Dazu gehört auch, wie der Waffelteig richtig gelingt und der Pavillon aufgebaut wird.“

Mit viel Elan hauten kleine und große Gäste am Stand des Technischen Hilfswerks (THW) lange Nägeln in einen Holzbalken. Weniger Kraft, dafür mehr Ruhe benötigten die Besucher für den Papiernachbau des Gerätekraftwagens GKW 1, dessen Original zur Begutachtung offen neben dem Stand parkte. „Kinder von sechs bis neun führen wir ganz langsam und spielerisch heran, wir verarbeiten Holz und bauen Laternen“, erzählt Maike Wieland, Betreuerin der Minigruppe des THW.

Ziel der Jugendgruppe der Deutsch-Russischen Gesellschaft Göttingen ist es, mithilfe von Reisen Klischees aus dem Weg zu räumen und die Kulturen gegenseitig vorzustellen. Passend zur WM malten sie mehreren Besuchern beim Kinderschminken Russlandflaggen auf die Wangen.

Wer sich politisch interessiert kann beim Ortsverband der Sozialistischen Jugend Deutschlands (Die Falken) „Demokratie praktisch erfahren und nicht nur in der Schule darüber reden“, so Mitglied Julian Bierwirth. Für die richtige Antwort auf politische Fragen, wie „Was heißt JHV?“, erhielt man beim Stand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ein kleines Geschenk. Dieser sensibilisiert in Schulen schwerpunktmäßig für Anti-Rassismus und geschlechterreflektierte Themen. „Je früher man Missstände und Privilegien aufzeigt, desto höher ist die Chance, dass die Erwachsenen von morgen, die Gesellschaft ein Stück besser machen“, meint Winnie Akeri, Jugendbildungsreferentin der DGB. „Es ist total wichtig, rauszukommen, sich Gedanken zu machen und diese umzusetzen. Das fördert die Eigenverantwortlichkeit“, sagt Oliver Sauer von der Jugendhilfe Göttingen, der unter anderem das „Projekt Kontakt“ mit unterstützt. „Bei jedem Problem kann man zu uns kommen und sich Hilfe holen.“

Von Madita Eggers

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