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Göttingen Jugendarbeit in Göttingen vorgestellt
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19:59 07.09.2018
Bei der Veranstaltung „Waageplatz in Aktion" gab es Spiele, Attraktionen und Mitmachangebote. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Mit Musik, verschiedenen Attraktionen und Spielen haben Göttinger Einrichtungen am Freitag unter dem Motto „Waageplatz in Aktion“ auf die Jugendarbeit in der Stadt aufmerksam gemacht. Ziel der Veranstaltung, an der sich die Stadtverwaltung, die Göttinger Jugendzentren in freier Trägerschaft, die Jugendhilfe sowie der Stadtjugendring Göttingen und die Jugendhilfe Süd-Niedersachsen beteiligten, sei es, den Jugendlichen die Angebote der unterschiedlichen Anbieter näherzubringen, erklärt Stadtjugendpfleger Ekkehard Jung. Dazu hatten die Organisatoren einen Surf-Simulator, ein Airtramp, Hip-Hop-Workshops, eine Graffitiwand und Mitmachaktionen bereitgestellt.

Bei der Veranstaltung „Waageplatz in Aktion" gab es Spiele, Attraktionen und Mitmachangebote.

Der Waageplatz sei in den vergangenen Monaten zu einem „starken Treffpunkt für Jugendliche“ geworden, deshalb habe man diesen Standort für den Aktionstag gewählt, sagte Lisa-Marie Vatterott vom Jugendhaus Holtenser Berg. Vielen sage der Begriff Kinder- oder Jugendhaus gar nichts, deshalb ginge es bei dem Mottotag auch darum, die Bekanntheit der Einrichtungen zu steigern.

Die Kinder und Jugendlichen könnten die Angebote der Häuser ohne Anmeldung oder Verpflichtung nutzen und hätten so einen Rückzugsort. Es gebe eine Playstation und eine Wii, Billard, Kicker und Tischtennis, aber auch Unterstützung bei Bewerbungen. „Es geht darum, Freizeitpädagogische Angebote mit einer unterstützenden und beratenden Tätigkeit zu verbinden“, erklärt Vatterott.

Rückzugsort für Kinder und Jugendliche

Gamze Tök, Sozialpädagogin beim Jugendhaus Grone-Süd, kennt die Kinder- und Jugendhäuser schon aus ihrer eigenen Kindheit und ist von dem Konzept überzeugt. Die Kinder und Jugendlichen hätten dort ihre Ruhe vor Eltern und Geschwistern, könnten sich mit Freunden treffen und vieles ausprobieren. An Unternehmungen könnten sie vergünstigt teilnehmen, müssten für Kino- oder Freizeitparkbesuche lediglich ein Drittel des Eintrittspreises selbst zahlen. Berührungsängste mit den Einrichtungen hätten die Kinder und Jugendlichen keine, eher die Eltern seien manchmal unsicher, wenn sie das Konzept nicht kennen würden. Etwa 20 bis 30 Jugendliche kämen durchschnittlich zum Treffpunkt in Grone.

Auch Büsra und ihre Zwillingsschwester Kübra nutzen das Angebot der Einrichtungen gerne. Im Jugendhaus Gartetalbahnhof könnten sie Musik hören, tanzen oder Spiele spielen. „Ich mag das, weil es eine Ablenkung ist und man dort auch Soziales lernt, zum Beispiel, dass du helfen sollst“, sagt Kübra. Außerdem könnten sie sich dort mit ihren Freunden treffen, statt nur über Handy zu kommunizieren.

Bei der Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN) sind die Streetworker Fabian Dietz und Sebastian Butter seit drei Monaten für junge Menschen mit Fluchthintergrund zuständig. Seitdem sind sie auch regelmäßig auf dem Waageplatz, um mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und sich über Probleme oder Anliegen auszutauschen. So wichtig wie früher sei der Platz als Treffpunkt heute allerdings nicht mehr, berichtet Christian Stoll von der Fachdienstleitung für junge Flüchtlinge. Mittlerweile seien viele der 90 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die die JSN betreut, in Vereinen aktiv und gingen zur Schule.

Die 16-jährige Linn war gemeinsam mit anderen Jugendlichen vom Westpoint Six Jugendtreff auf den Waageplatz gekommen. Die Musik habe ihr zwar nicht so gefallen, dafür aber der Surf-Simulator. „Ich bin noch nie auf so einem Ding gewesen oder habe Graffiti gesprüht – das war ganz cool“, sagte sie.

Von Nora Garben

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