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Göttingen Jugenddezernent wechselt ins Ministerium für Schule und Weiterbildung
Die Region Göttingen Jugenddezernent wechselt ins Ministerium für Schule und Weiterbildung
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18:05 19.07.2010
Ludwig Hecke. Quelle: Mischke

Ein schneller und überraschender Wechsel. Seinen Dienst tritt der Vater von vier Töchtern bereits am kommenden Dienstag, 20. Juli, an.

„Ich war völlig perplex, als der Anruf kam“, erinnert sich Hecke an den vergangenen Mittwoch. Da weilte er mit seiner Frau im Urlaub, als plötzlich sein Handy klingelte. Weil er auf kommunaler und auf Landesebene Erfahrungen mitbringe, sei ihm das Angebot aus NRW zwar nicht abwegig erschienen. Die Anfrage an sich sei aber durchaus überraschend gewesen. Doch Hecke musste nicht allzu lange überlegen. „Das ist ja nicht nur ein Schritt auf der Karriereleiter“, sagt er.
Kurz darauf informierte er Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD). „Er hat mir gratuliert und mir viel Glück gewünscht, gleichzeitig aber auch bedauert, dass ich aus Göttingen weggehe“, erinnert sich Hecke. Nun freue er sich „riesig auf die neue Herausforderung“, auch wenn er „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ gehe. Schließlich habe er sich immer „sehr wohl“ in Göttingen gefühlt.

Hecke räumt zwar ein, dass die Entscheidung sehr kurzfristig gefallen ist, es sei aber alles „völlig normal“ verlaufen. Das bekräftigt auch Detlef Johannson, Sprecher der Stadt Göttingen. Beamte hätten schließlich „keine Verträge“. Sie würden vielmehr in Beamtenverhältnisse – zum Beispiel „auf Zeit“, wie bei Hecke der Fall – berufen. Mit der Annahme einer Ernennungsurkunde ende dann das bis dahin bestehende Beamtenverhältnis. „Rein formell muss der Beschluss über die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis bei der Stadt Göttingen noch erfolgen. In der Sache ändert das nichts. Sie ist völlig korrekt abgelaufen“, so Johannson weiter. „Die Stadt Göttingen beglückwünscht Ludwig Hecke zu seiner ehrenvollen Ernennung in eine höchst verantwortungsvolle Tätigkeit. Sie dankt für ein über dreijähriges, erfolgreiches Wirken.“

Die Göttinger CDU-Ratsfraktion gratulierte Hecke in einer Pressemitteilung ebenfalls. Gleichzeitig forderte sie die Stadt auf, die dadurch in Göttingen frei gewordene Dezernentenstelle nicht wieder zu besetzen. „Dies könnte die erste der 50 Stellen sein, die nach dem Beschluss des Haushaltssicherungskonzeptes gestrichen wird“, so Holger Welskop, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Dem erteilt Johannson jedoch eine Absage. „Wäre der Oberbürgermeister der Meinung, eine weitere Arbeitsverdichtung im Bereich der Dezernatsleitungen sei angezeigt, hätte er mit dem Haushaltssicherungskonzept einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Hat er aber nicht: Weil die Führungsaufgaben nach der schrittweisen Reduzierung von sechs auf vier Dezernate groß genug geworden sind. Und weil die Aufgabenbereiche Bildung und Betreuung für unsere Stadt von großer Bedeutung sind.

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