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Göttingen Junge Maler im Künstlerhaus
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00:41 23.04.2018
Lionita haben die hohen Häuser in Hamburg beeindruckt - insbesondere das "Wellenhaus". Quelle: Markus Hartwig
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Göttingen

Dabei waren die meisten der jungen Künstler noch nie weit gereist. Sie haben sich quasi auf eine imaginäre Reise durch Europa begeben; mit Pinsel und Stift haben sie auf ihrer Rundreise jede Woche ein anderes Land besucht. Künstler Georg Hoppenstedt war für die Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren über ein halbes Jahr der Reiseleiter, hat die europäischen Länder mit ihren Ansichten und Sehenswürdigkeiten mithilfe von Fotos vorgestellt.

Das Ergebnis mutet beinahe an wie Werbung aus einem Reisekatalog: An den Wänden im Gewölbekeller des Künstlerhauses reihen sich Ansichten aus Spanien an gemalte französische Baguettes, die wiederum neben niederländischen Windmühlen ein gutes Bild abgeben. Eine „Reise durch Europa mit Pinsel und Stift“, wie das Projekt korrekt heißt, haben auch Liana und Liontina unternommen. Liana beispielsweise hat während ihrer sechswöchigen imaginären Europareise die Niederlande besucht. Viele Farben, eine Windmühle samt wasserführendem Kanal – so stellt sich das Mädchen unser Nachbarland vor. Oder Liontina. Kein anderes Land, aber eine Stadt im Norden hat die Schülerin beeindruckt: Hamburg. „Viele hohe Häuser gibt es dort, auch ein Wellenhaus“. Liontina ist mit ihrer Familie gelegentlich in der Hansestadt, um ihre Verwandten zu besuchen. Dass sie mit „Wellenhaus“ die Elbphilharmonie meint, liegt auf der Hand.

Broistedt: „Beispielgebendes Kuinstprojekt“

„Meinen Glückwunsch zur ersten Ausstellung“ – Kulturdezernentin Petra Broistedt zeigte sich beeindruckt beim Betrachten der Menge an handgemalten europäischen Ansichten. Viel landestypische Kultur ist dabei, viel Landschaft, Gebäude und viel Natur. Sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten würden die Kinder mit ihren Werken aufzeigen. „Diese Ausstellung“, so Broistedt, „ist ein beispielgebendes Kunstprojekt.“

Georg Hoppenstedts Idee sei es gewesen, den Kindern mit Beschreibungen und Abbildungen Anstöße für ihre Arbeiten zu geben. Er habe jedoch schnell gespürt, dass die Kinder längst eigene Vorstellungen von den Ländern hatten. „Ich habe nicht eingegriffen“, so Hoppenstedt, obwohl seine Anreize größtenteils ignoriert worden seien. Er nimmt’s mit Humor und ist sich mit Kulturdezernentin Broistedt einig: Die „Reise durch Europa“ sei „ganz wichtige Kulturarbeit“. Die Arbeiten der reisefreudigen Kinder sind noch bis zum 6. Mai im Gewölbekeller des Künstlerhauses, Gotmarstraße 1, zu sehen.

mah

Von Markus Hartwig

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