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Junge Russin wird dank Spenden in Göttingen operiert

Spendenaktion für Angelina Razhina Junge Russin wird dank Spenden in Göttingen operiert

Die 22-jährige Russin Angelina Razhina aus Kaliningrad hätte beinahe ihren Fuß verloren – doch durch die Hilfe zahlreicher Spender konnte sie nun erfolgreich in Göttingen operiert werden. Weitere Unterstützung erhält die junge Frau von der Firma Ottobock, die eine Orthese zur Verfügung stellte.

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Angelina Razhina konnte dank zahlreicher Spenden erfolgreich in Göttingen operiert werden.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Bei einem zweiwöchigen Deutschland-Aufenthalt wurden für Razhina zahlreiche Arztbesuche organisiert; unter anderem stellte sich die junge Frau mit ihrem komplizierten doppelten Fersenbeinbruch auch im Göttinger Universitätsklinikum vor. Das dortige „Fuß-Team“ der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie unter der Leitung von Wolfgang Lehmann nahm sich der Problematik an.

Als kurz vor der Operation in Göttingen klar wurde, dass die bisher gesammelten Gelder in Höhe von 7000 Euro nicht ausreichen würden, wandten sich die Helfer an Silvia Eisenacher vom Lions Club Göttinger 7, die sowohl eine private Spende zur Verfügung stellte als auch zahlreiche weitere Spender mobilisieren konnte. Gesammelt wurden die Spenden über ein Konto, das die anerkannte Deutsch-Russische Gesellschaft Göttingen betreute. Am Montagabend trafen sich viele der Spender mit der jungen Frau im „Francis Drake“, um die geglückte Operation zu feiern.

Im Gespräch mit Kollegen in Moskau

Etwa zwei Stunden habe die OP gedauert, erklärte Prof. Dr. Frank Braatz, der gemeinsam mit Prof. Dr. Wahid Fahmy Deryas die Operation durchführte. Die „extreme Fußfehlstellung“ habe korrigiert werden können. Er sei mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“, so Braatz, der gleichzeitig der Ottobock Global Foundation für die Unterstützung dankte. Diese wiederum stellt Razhina eine Orthese zur Verfügung, die den Fuß stützt.

„Angelina muss dieses Hilfsmittel dauerhaft tragen“, erklärte Karten Ley, Vorstand der Ottobock Foundation. Er sei derzeit „mit den Kollegen in Moskau im Gespräch“, damit Razhina auch nach ihrer Rückkehr nach Kaliningrad Unterstützung erhalte. Denn aufgrund des dauerhaften Gebrauchs müsse eine Orthese auch einmal ausgetauscht oder angepasst werden. Es sei „auf jeden Fall sehr bemerkenswert zu sehen, wie hilfsbereit viele unterschiedliche Menschen zu dem Erfolg beigetragen haben“, so Ley. Viele helfende Hände könnten viel bewirken.

„Ein bisschen Schmerzen“

Ihr gehe es gut, sagte Razhina am Montagabend. Die OP sei gut verlaufen, und auch wenn sie noch „ein bisschen Schmerzen“ habe, fühle es sich „toll“ an, wieder erste Schritte zu gehen. Auch die Krankengymnastik sei erfolgreich angelaufen. Mit Blick auf ihre Rückkehr nach Russland sagte sie, sie freue sich vor allem darauf, ihren Freunden zu zeigen, „was in Deutschland mit mir passiert ist“. Sie dankte allen Spendern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Von Maren Iben

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