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Göttingen Kasseler Kali-Konzern K+S: Salz-Pipeline durch Kreisgebiet?
Die Region Göttingen Kasseler Kali-Konzern K+S: Salz-Pipeline durch Kreisgebiet?
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00:17 28.01.2013
Werra-Kraftwerk Letzter Heller: Die von K+S geplante Laugenpipeline zur Weser führt möglicherweise durch den Landkreis. Quelle: Pförtner
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Göttingen/Kassel

K+S leitet nach wie vor salzhaltige Abwässer in die Werra und damit auch in die Weser. Der Bau einer Pipeline von den Bergwerken in Hessen nach Norden soll Abhilfe schaffen. Ob die Pipeline bis zur Nordsee gebaut wird, ist noch umstritten. K+S will jetzt einen Antrag beim Regierungspräsidium Kassel für den Bau einer Pipeline zur Oberweser bei Bad Karlshafen stellen. In der Nähe eines Einleitungspunktes in den Fluss müsste ein Salzsee als Pufferspeicher angelegt werden.

Auftakt eines Raumordnungsverfahrens ist eine sogenannte Antragskonferenz. Sie soll dem Sprecher des Regierungspräsidiums zufolge voraussichtlich bereits am 19. Februar stattfinden. Der Landkreis Göttingen wurde über Pläne für eine mögliche Trasse über Kreisgebiet informiert. Noch vor der Antragskonferenz solle eine Informationsveranstaltung für Kommunen stattfinden, sagte Kreisumweltdezernentin Christel Wemheuer.

Drei grobe Suchkorridore würden diskutiert, auch südniedersächsisches Gebiet sei betroffen, sagte K+S-Konzernsprecher Ulrich Göbel. Welche Variante vertieft betrachtet werde, hänge noch von weitergehenden Überlegungen ab.

Der runde Tisch Werra/Weser und Kaliproduktion hatte eine Nordsee-Pipeline empfohlen. Niedersachsen mit Ausnahme der Grünen sperrte sich bislang dagegen. Nach der Landtagswahl schließt offenbar die SPD eine Nordsee-Pipeline nicht mehr völlig aus.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte Ende 2012 die Einleitungserlaubnis in die Werra bis 2020 unter Auflagen verlängert. Das K+S darf auch Salzabwässer weitere vier Jahre bis zum 30. November 2015 im Umfang von maximal 18,4 Millionen Kubikmetern im Boden in Hessen versenken. Gegen die Bundesrepublik läuft ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission.

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