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Göttingen Weg für Kastrationspflicht von Katzen geebnet
Die Region Göttingen Weg für Kastrationspflicht von Katzen geebnet
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00:20 11.02.2018
Freilaufende Stubentiger müssen in Göttingen demnächst kastriert werden. Quelle: Iris Blank
Göttingen

Außerdem warnte Göttingens Kämmerer Hans-Peter Suermann (CDU) vor Mindereinnahmen. Zudem bereiten die Unwetterlagen der Feuerwehr Sorgen.

Suermann Quelle: Archiv

Der Göttinger Kämmerer Suermann warnte davor, dass durch die Vereinbarung der großen Koalition im Land Niedersachsen weniger Geld bei der Kommune ankommen könnte. Er sprach von 776 Millionen Euro Mehrkosten für das Land Niedersachsen durch die zusätzlichen Stellen bei Polizei und in den Schulen. Das könne auch die Beitragsfreiheit bei den Kindertagesstätten betreffen, sagte Suermann. Vielleicht schließe „das Land ja mit den Kommunen zu diesem Thema eine Vereinbarung ab“, sagte Göttingens Kämmerer. Das habe den Vorteil, dass die Kommune so eine Vereinbarung ablehnen könne.

Ausnahmen nur für Rassekatzen

Für Katzenhalter, die ihren Vierbeinern Freigang gewähren, bedeutet die Beschlussempfehlung der neuen Verordnung, dass ihre Tiere kastriert und mittels Transponder gekennzeichnet werden müssen. Ausnahmen gibt es nur für Rassekatzen, „sofern eine Kontrolle und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird“, so der Wortlaut in der Verordnung.

Geldbußen bis zu 5000 Euro

Wer als Katzenhalter dieser Verordnung nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden kann. Katzenhalter ist, laut Verordnung auch, wem eine Katze zuläuft oder wer diese über einen längeren Zeitraum aufnimmt und füttert. „Mit der Beschlussempfehlung des Ausschusses befasst sich der Rat am 16. Februar. Beschließt er wie empfohlen, wird die Verordnung in einem der nächsten Amtsblätter nach der Ratssitzung veröffentlicht und tritt mit der Veröffentlichung in Kraft“, sagt Stadtsprecher Detlef Johannson.

Mehr zum Antrag zur Kastrationsverordnung lesen Sie hier.

Rückblick auf „Friederike“

Einen Rückblick gab Göttingens Berufsfeuerwehr-Chef Dr. Martin Schäfer zur neuen Leitstelle und dem Sturm „Friederike“. Die am 15. Januar eingeweihte Leitstelle habe gleich am 18. Januar mit dem Sturm eine Bewährungsprobe auszuhalten gehabt. „In sechs Stunden gab es insgesamt 1200 Notrufe und 500 Einsätze der Feuerwehren“, sagte Schäfer. Doch im Verhalten der Bevölkerung habe sich einiges verändert. „Wenn sich nur ein Busch im Garten bewegt, wird heutzutage umgehend die Notrufnummer angerufen“, sagt Schäfer.

Das erleichtere die Arbeit in der Leitstelle nicht. „Durch solche Anrufe könnten andere Anrufe, bei denen ein schneller Einsatz zur Lebensrettung notwendig ist, in der Warteschleife stecken bleiben“, sagte der Berufsfeuerwehr-Chef. Schäfer appellierte daran, in solchen Extremsituationen nicht jede Kleinigkeit über 112 zu melden. Aber: „Solche Unwetterlagen kommen in einer erhöhten Schlagzahl auf uns zu“, sagte Schäfer und es sei angedacht, dass zu den vorhandenen zwölf Notrufleitungen der Leitstelle weitere hinzukommen müssen.

Letzte Sitzung mit Suermann

Wehmut kam auf, denn es war die letzte reguläre Sitzung des Ausschusses mit dem scheidenden Kämmerer Hans-Peter Suermann (CDU). „Der Kämmerer fühlt sich wunderbar, wie in den letzten 30 Jahren“, sagte Suermann. Es sei doch nie ein hochproblematischer Ausschuss gewesen. Er müsse jetzt noch aufräumen – im Büro aber auch zu Hause, sagte Suermann und freue sich auf seinen Abschied. Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Dagmar Sarkowsky (Grüne) dankte ihm im Namen des Ausschusses für die geleistete Arbeit.

Von Frank Beckenbach

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