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Göttingen Kaufen oder Mieten?
Die Region Göttingen Kaufen oder Mieten?
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17:12 02.02.2018
Blick über die Innenstadt und Weender Straße: Wohnen ist in Göttingen oft teuer.   Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen.

 Kaufen oder Mieten: Was sich in welcher Stadt lohnt oder nicht, hat das Portal immowelt.de ermittelt. Göttingen liegt demnach unter den 38 Städten, in denen ein Kauf „moderat” teurer ist als Mieten. Um der Kaufen-oder-Mieten-Frage auf den Grund zu gehen, hat immowelt die Marktdaten aller 79 deutschen Großstädte für Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmetern untersucht. Dabei lautete die Fragestellung: Wie stehen Käufer mit geringem Eigenkapital da und wie diejenigen, die 20 Prozent Eigenkapital haben?

Bei einer 80-prozentigen Finanzierung haben Käufer demnach in 36 der 79 Städte im Durchschnitt niedrigere monatliche Kosten als Mieter. Selbst bei monatlichen Mehrbelastungen lohne sich laut immowelt Kaufen häufig: Nach 30 Jahren Tilgungszeitraum genieße man mietfreies Wohnen und oftmals einen Wertzuwachs der Immobilie.

In 38 der untersuchten Städte liegt die monatliche Mehrbelastung von Käufern im Vergleich zu Mietern bei höchstens 200 Euro. Dies ist etwa in Kiel, Hamburg, Braunschweig, Berlin oder Ingolstadt der Fall. In dieser Gruppe liegt auch Göttingen. Dort zahlen Käufer, die ihre Wohnung zu 80 Prozent finanzieren, im Schnitt 150 Euro monatlich mehr. Demgegenüber stehe aber der Vermögenszuwachs durch die eigene Wohnung. Eine darüber liegende Käuferbelastung: Das trifft nur auf fünf der untersuchten Städte zu. Knapp mehr als 200 Euro Aufpreis im Vergleich zum Mieter zahlen Käufer in Erlangen, Oldenburg, Rostock und Freiburg im Breisgau. Preiskönig ist München mit einer Mehrbelastung von 220 Euro.

Im benachbarten Kassel kommt der Käufer mit 127 Euro Mehrbelastung davon, in Braunschweig sind es 100, in Salzgitter 12 Euro, die ein Käufer im Schnitt pro Monat mehr aufbringen muss als ein Mieter. In vielen Städten ist die monatliche Belastung für Käufer im Durchschnitt eines 30-Jahres-Zeitraums sogar günstiger als die des Mieters. Zudem verfügen Käufer nach Tilgung über ein Vermögen in Form der abbezahlten Immobilie. Wer nicht kauft und sein Leben lang Miete zahlt, habe laut immowelt dagegen lebenslang eine „erhebliche monatliche Belastung” zu tragen, auch dann noch, wenn der Käufer seine Wohnung längst abbezahlt hat.

In Gelsenkirchen spart man sogar 112 Euro: Kaufen ist in einigen Städten billiger als mieten. Im 30-Jahres-Zeitraum zahlen Eigentümer dort im Schnitt monatlich weniger als ein Mieter. Bei der Berechnung wurden nicht nur die Darlehensraten, sondern auch Aufwendungen für Instandhaltungen und sonstige Eigentümerkosten berücksichtigt. Diese besonders käuferfreundlichen Städte sind Gelsenkirchen, Wuppertal und Magdeburg.

“Viele glauben, dass sich wegen der stark gestiegenen Immobilienpreise Kaufen nicht mehr lohnt: Deutschlandweit sind die Wohnungspreise seit 2011 im Schnitt um 59 Prozent gestiegen, die Mieten um 27 Prozent”. Das teilt immowelt.de mit. Doch die Auswertung zeige, dass langfristig Kaufen meist attraktiver als Mieten sei.

Von Britta Bielefeld

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