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Göttingen Kindertagesstätten in der Region setzen auf Frische
Die Region Göttingen Kindertagesstätten in der Region setzen auf Frische
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08:00 11.01.2019
Gesunde Ernährung wird bei den Kindergärten in der Region ganz groß geschrieben. Quelle: dpa
Göttingen

Gesunde Ernährung ist bei den Kindergärten in der Region ein ganz großes Thema. Und nicht erst, seitdem der Deutsche Städte- und Gemeindebund Bund und Länder dazu aufgefordert hat, mehr Einsatz in Bezug auf gesunde Ernährung bei Kindern und Jugendlichen zu zeigen, da diese sich immer weniger bewegten und ungesund ernährten.

Süßigkeiten und Kuchen zum Frühstück sind verboten. Darüber sind sich alle Verantwortlichen in den Kindertagesstätten einig. Für die wenigsten Kinder ein Problem, denn das Angebot in vielen Kitas kann fast einem Hotel Konkurrenz machen. Rohkost, Vollkorn-, Roggen- und Knäckebrot stehen zur Auswahl, Butterkäse, leichte Geflügelwurst, dazu Milch und Joghurt von regionalen Anbietern gibt es im Kindergarten in Waake. „Im Frühdienst wird das Frühstück vorbereitet“, erzählt Leiterin Doris Müller. Seit Februar des vergangenen Jahres gibt es dieses Angebot, angestoßen von den Mitarbeiterinnen der Einrichtung. Auslöser war die sehr unterschiedliche „Bestückung“ der Brotdosen, die dazu führte, eine einheitliche Regelung zu treffen. Mittagessen bekommt der Nachwuchs ebenfalls. Der wird allerdings nicht vor Ort gekocht, sondern von einem Lieferservice gebracht. Die Finanzierung der Mahlzeiten wird von den Eltern bestritten.

Zutaten werden frisch geliefert

Eine eigene Köchin hat der Kindergarten in Seeburg, die für das leibliche Wohl zuständig ist. Wünsche dürfen vom Nachwuchs durchaus geäußert werden, allerdings gibt es natürlich nicht jeden Tag abwechselnd Nudeln und Pizza. „Wir bekommen die Zutaten alle frisch geliefert, beispielsweise Fleisch von einem regionalen Anbieter“, berichtet Reinhilde Schwedhelm, die stellvertretende Leiterin aus Seeburg. Das Frühstück bringen die Kinder von zu Hause mit. Süßigkeiten sind überwiegend verboten. „Es wird sich auch daran gehalten“, sagt Schwedhelm, die gemeinsam mit ihrem Team ebenfalls bei den Getränken sehr darauf achtet, dass diese nicht zu zuckerhaltig sind.

Jeden Freitag dürfen die Kinder in Breitenberg ein üppiges Frühstücksbüffet genießen. Der zertifizierte Kindergarten legt großen Wert darauf, dass sich der Nachwuchs gesund ernährt. „Wir gehören zu den Tigerkids-Kindergärten“, erzählt Patrick Weinrich, der als Erzieher im Eichsfeld-Ort arbeitet. Bei den Tigerkids handelt es sich um ein bundesweites Programm der AOK-Gesundheitskasse, das sich mit Prävention und Gesundheitsförderung im Kindergarten beschäftigt. In der Breitenberger Kita gibt es auch eine sogenannte Ernährungslok. „Deren Waggons sind bestückt mit Lebensmitteln, die zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen“, erläutert Weinrich. Keine Süßigkeiten in den Brotboxen, die von zu Hause mitgebracht werden, diese Anweisung versteht sich von selbst. „Damit haben die Kinder überhaupt kein Problem“, sagt der Erzieher. Finanziert werden die wöchentlichen Frühstücksbüffets von den Eltern.

Köchin in Bilshausen

Die Katholische Kindertagesstätte St. Bernardus in Bilshausen bezieht die Kinder bei der Zubereitung der Mahlzeiten mit ein. „Es wird zusammen eingekauft und dann zubereitet“, erzählt Birgit Böttger, Leiterin der Einrichtung. Die Eichsfelder sind in der glücklichen Lage, eine Köchin zu haben, die sich sehr um die Ausgewogenheit bei den Mahlzeiten bemüht. Gemüse, Salat und Obst stehen ebenso auf dem Speiseplan wie einmal wöchentlich Fisch. Süßigkeiten sind nicht so gern gesehen, aber „wenn vor Ostern oder in der Weihnachtszeit einmal ein Hase oder Nikolaus dabei ist, dann ist das auch nicht schlimm“, versucht Böttger ein gesundes Mittelmaß zu finden. Die Kinder müssen Essensgeld bezahlen. Und bekommen Unterstützung von der Gemeinde. „Die Erntegaben, die von der Gemeinde gesammelt werden, kommen unserem Kindergarten zugute“, erläutert sie.

In der Katholischen Kindertagesstätte St. Georg in Duderstadt bringen sich die Kinder ihr Frühstück mit. Was sich in den Boxen befindet, darauf haben die Erzieherinnen ein wachsames Auge. „Wir machen die Eltern schon darauf aufmerksam, was ein Frühstück beinhalten sollte“, sagt Erzieherin Silke Klahn. Die Duderstädter nehmen an immer wiederkehrenden Zahnprojekten teil, um den Kindern zu verdeutlichen, welche Auswirkungen zu viel Süßes haben kann. Auch auf Elternabenden wird das Thema gesunde Ernährung angesprochen, um die Wahrnehmung noch weiter zu schärfen.

Von Vicki Schwarze

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