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Göttingen Kino-Tempel im ehemaligen Gotteshaus
Die Region Göttingen Kino-Tempel im ehemaligen Gotteshaus
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19:29 01.09.2016
Die Verwaltung ist geht davon aus, die Baptistenkirche verkaufen zu können. Quelle: CH
Göttingen

"Es ist bei uns nicht viel passiert in letzter Zeit", räumt der Vereinsvorsitzende Matthias Sonnenburg ein. Die Pause war unfreiwillig. Der Investor, der die Kirche von der Stadt kaufen und zum Kino umbauen wollte, starb zu Beginn des Jahres. Zu einem Zeitpunkt als der Vertragsabschluss kurz bevorstand, sagt Sonnenburg. "Es hat lange gedauert, bis wir uns von den Schlag erholt hatten."

Neuer Investor in Sicht

Inzwischen habe sich nach Sonnenburgs Angaben ein neuer Investor gefunden, der bereit ist, das ehemalige Kirchengebäude zu kaufen, zu sanieren und unter anderem für eine Kinonutzung herzurichten. Ein Ortstermin am Mittwoch sei vielversprechend verlaufen, sagt Sonnenburg. Das nächste Treffen ist für Mitte September geplant.

Auch die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, "dass ein neuer Investor gefunden werden kann und dann aufbauend auf die Grundzüge der bisherigen Projektplanung die Verhandlungen fortgeführt werden können", sagt Sprecherin Stefanie Ahlborn. Zwar habe es vereinzelte weitere Kaufanfragen gegeben. Diese seien aber nicht weiter verfolgt worden, "da ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2014 die Verhandlungsaufnahme und -fortführung über das Objekt mit den Filmkunstfreunden Göttingen vorsieht".

Allerdings sei ein baldiger Verkauf wünschenswert. Der lange Leerstand habe Folgen für die Substanz und den Zustand der Kirche. Zudem sollten, so sieht es das Entschuldungshilfeprogramm vor, durch einen Verkauf die Unterhaltungskosten eingespart werden.

Lücke zwischen Lumiére und Cinemaxx

Die Verwaltung ist geht davon aus, die Baptistenkirche verkaufen zu können: Das Gebäude sei interessant, die zentrale Lage und die Vornutzung "verkaufsfördernde" Gründe. Als Nutzungen seien Dienstleistungseinrichtungen, Gastronomie, Anlagen für Verwaltungen und Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen für kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, sonstige Gewerbebetriebe und Wohnen denkbar, so Ahlborn.

Für den Kinobetrieb ist der Verein mit zwei Betreibern im Gespräch. Geplant ist ein Kino, das die Lücke zwischen dem Lumière und dem Cinemaxx schließt. Der Kinosaal soll auch für andere Veranstaltungen, etwa Lesungen oder Konzerte, genutzt werden können. Eine kleine Gastronomie sei denkbar, so Sonnenburg. Zudem bliebe dem Investor Platz im hinteren Gebäudeteil für Wohnungen oder Büros. Parkplätze könnten laut Verwaltung auf dem ehemaligen Lehrerparkplatzes der Voigtschule entstehen. Sonnenburg schätzt die nötigen Investitionen auf rund eine Million Euro.

filmkunst-goettingen.de

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