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Göttingen Neues Lichtkonzept soll St. Paulus erhellen
Die Region Göttingen Neues Lichtkonzept soll St. Paulus erhellen
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15:05 11.02.2018
Kirchenvorstandsvorsitzender Klaus Brüggemann, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hiltrud Sürmann, Planer Bernd Rokahr und Pfarrer Hans Haase besprechen die Planungen für die Umgestaltung. Quelle: Rüdiger Franke
Göttingen

„Vor drei Jahren hat unser Pfarrer Hans Haase gesagt, er möchte den Kirchenraum gestrichen haben“, sagte Kirchenvorstandsvorsitzender Klaus Brüggemann. Mittlerweile sei aber aus den ursprünglichen Planungen ein deutlich größeres Umbauprojekt geworden mit Heizungsanlage und Lichtkonzept. Die Gesamtkosten bezifferte er mit rund 700 000 Euro.

Ein Jahr Raumklima untersucht

Der Kircheninnenraum soll vor allem heller werden. Es gebe dort eine starke Verrußung, beschrieb Rokahr den aktuellen Zustand. Deshalb sei über die Dauer von einem Jahr das Klima im Raum untersucht worden. Dabei sei herausgekommen, dass die Verschmutzung zum Teil mit der Temperierung des Raumes zusammenhänge. Auch die Qualität der Kerzen habe ihren Teil beigetragen und auch der Raumschmutz finde durch Luftzirkulation Ablagerungen. Aus den Untersuchungen seien Maßnahmen für die Haustechnik abgeleitet worden.

Um eine größere Helligkeit zu erreichen, plant Rokahr „den Raum in Weiß erstrahlen zu lassen“. Darüber hinaus werde es ein neues Lichtkonzept geben. „Auf Höhe jeder Säulenvorlage ist eine Lichtreihe geplant“, erzählt der Planer. Jede Reihe werde aus sieben etwa 85 Zentimeter hohen Lichtstelen bestehen, die in etwa vier Metern Höhe hängen. Jede dieser Stelen bestehe aus drei Lichteinheiten. Im Randbereich werde es Lampen mit zwei Strahlern geben. Davon leuchte einer zum Boden und einer auf die Holzschnitzereien, die komplett überarbeitet werden. Auch rund um den Altarraum werde es Lampen geben, die diesen besser ausleuchten. Alle LED-Leuchten ließen sich einzeln ansteuern, so dass bestimmte Lichtszenarien abgespeichert werden könnten, zum Beispiel eines für den Gottesdienst und eines für Konzerte.

Grundreinigung

Über das Lichtkonzept hinaus sind weitere Arbeiten geplant. Wie Rokahr erläutert, soll der Boden einer Grundreinigung unterzogen werden und einen Anschliff bekommen. Auch die Bänke weisen starke Gebrauchsspuren auf. Sie werden überarbeitet, abgeschliffen und lasiert. Auch die Einrichtungsgegenstände werden gereinigt. Auf jeder Seite werden zwei Bänke auf Höhe der Seiteneingangstür herausgenommen. „Dadurch erhalten wir im Grundriss ein Kreuz“, erläutert Rokahr. An der Stelle soll auch das neue Taufbecken seinen Standort erhalten.

Die ehemalige Taufkapelle wird in eine Familienkapelle umgewandelt, berichtet der Innenarchitekt. Dort sollen sich junge Familien während des Gottesdienstes aufhalten können. Eine Glastür und ein Akustikvorhang würden die Geräusche abdämmen. Dort könnten kleine Kinder auch etwas lauter sein und herumkrabbeln. Der Gottesdienst werde elektronisch übertragen. Die Arbeiten sollen am 4. Juni beginnen und in der 36. Kalenderwoche beendet sein.

Fundraising-Ausschuss gegründet

Nach langen Diskussionen habe das Bistum Hildesheim erklärt, dass es 500 000 Euro von den Kosten übernehmen werde, teilte Brüggemann den Gemeindemitgliedern mit. 200 000 Euro müsse die Gemeinde aus den Rücklagen zahlen. Um für spätere Arbeiten neue Rücklagen aufbauen zu können, sei ein Fundraising-Ausschuss gebildet worden, der Geld akquirieren soll.

Von Rüdiger Franke

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