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Göttingen Klage: Visagist Sascha Arnold ohne Chance
Die Region Göttingen Klage: Visagist Sascha Arnold ohne Chance
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11:12 24.01.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
Göttingen

Das Gericht verwies auf ein höchstrichterliches Urteil vom 31. August 2011. Darin hatte das Bundesverwaltungsgericht auf Recht erkannt, dass die genannten Arbeiten typisch für den Friseurberuf seien und also nicht zu den Aufgabenbereichen eines Visagisten gehörten. Dieses hatte auch beim Bundesverfassungsgericht Bestand, weil es dort zur Überprüfung nicht angenommen worden war. Nun folgte das Göttinger Gericht der Einschätzung der Leipziger Kollegen.

Arnolds Anwalt Walter Ratzke hingegen hält das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für eine Fehlentscheidung. „Wörtlich und ungeprüft“ sei die Stellungnahme der Handwerkskammer übernommen worden. Das habe „mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun“, schimpfte Ratzke und kündigte Rechtsmittel an. Er legte Faltblätter vor, in denen sogar die Handwerkskammer Hildesheim für Visagisten-Kurse wirbt, in denen Haareschneiden und -färben als Inhalte der Ausbildung genannt werden.

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