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Göttingen Neue Kletterburg hinter Bauzaun eingeschlossen
Die Region Göttingen Neue Kletterburg hinter Bauzaun eingeschlossen
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07:49 09.10.2018
Ab Freitag soll die neue Kletterburg an der Kindertagesstätte Weende-Nord für die Kinder zugänglich sein. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Weende

Anna Eicke ist Mutter eines vierjährigen Sohnes, der in die städtische Kindertagesstätte am Arbecksweg geht. Seit Jahren wünschen sich Kinder, Eltern und Kindergartenleitung ein schönes, modernes Spielgerät. Das kam nun auch: In den Sommerferien wurde eine neue Kletterburg errichtet - „toll, schick und hochwertig“, wie Eicke anerkennend meint.

Einziger Schönheitsfehler: Zugänglich ist die Kletterburg, die am Ende der Sommerferien fix und fertig war, nicht. Um sie herum wurde ein Bauzaun errichtet, freigegeben hat die Stadtverwaltung das Klettergerät acht Wochen nach dem Ende der Sommerferien und mitten in den Herbstferien immer noch nicht. „Man stelle sich vor, dass die etwa 50 Kinder jeden Tag durch einen Bauzaun auf ihre neue Kletterburg schauen, aber nicht drauf dürfen“, meint Eicke. „So langsam verlieren vor allem die Kinder, aber auch die Eltern und die Einrichtung selbst die Geduld.“

Freitag ist Freigabe

Doch diese Geduld werde nicht mehr lange strapaziert, verspricht die Göttinger Stadtverwaltung. „Am Freitag, 12. Oktober, wird der Bauzaun an der Kletterburg abgebaut“, erklärt Verwaltungssprecher Dominik Kimyon. Der Grund: Die Betonfundamente der Kletterburg mussten „erst einmal so gut abtrocknen, dass die Standfestigkeit des Gerätes gegeben ist“. Nun müsse noch auf das ausreichende Wachstum der Rasenfläche um die Kletterburg herum gewartet werden, „denn eine belastbare Rasenfläche ist für einen Spielplatz genauso wichtig wie eine tolles Spielgerät“. Am Mittwoch soll der frisch eingesäte Rasen erstmals gemäht werden. Am Freitag schließlich kann die Kletterburg bestiegen werden, kündigt Kimyon an. Dann werde „der Bauzaun abgebaut, so dass der Kletterspaß dann losgehen kann“.

Längeres Aushärten

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadt bei ihren Bauvorhaben Betongussteile sehr lange aushärten lässt, bevor sie freigegeben werden. Im Sommer 2014 beispielsweise ließ sie den Busring erneuern. Zum Teil wochenlang waren an gesperrten Haltestellen kein Arbeiter zu sehen, was zu Verwunderung der Bürger führte, die Umwege zu den umgeleiteten Bussen in Kauf nehmen mussten. Des Rätsels Lösung: Für die Flächen, die wegen der schweren Stadtbusse besonders tragfähig konstruiert werden mussten, wurde ein besonderer Beton verwendet. Der aber benötigte im Vergleich zu normalem Beton eine deutlich längere Zeit zum Aushärten.

Von Matthias Heinzel

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