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Göttingen Kommunen fordern weiter Erdkabel
Die Region Göttingen Kommunen fordern weiter Erdkabel
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19:37 17.08.2011
Göttingen/Northeim

Auch mit einer Entschädigung werde man eine Zustimmung der Gemeinde nicht einfach erkaufen können, sagte der stellvertretende Verwaltungschef in Bovenden, Thomas Brandes. Noch warte die Gemeinde aber auf Details. Das Ziel der Stadt sei nach wie vor ein Erdkabel, dass nicht durch den Wald verlegt werde, sagte Mündens Stadtplaner Siegfried Pflum. Möglicherweise zeige sich in der Planfeststellung, dass die beabsichtigte Westvariante um Laubach herum doch nicht gehe. Eine mögliche Entschädigung für eine Freileitung wäre ohnehin nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“.

Mit dem Atomausstieg wurden in Berlin auch eine Reihe von Gesetzen geändert, um einen schnelleren Netzausbau für den Energieumbau zu erreichen, darunter die Stromnetzentgeltverordnung. Danach können jetzt Städte und Gemeinden bis zu 40 000 Euro je Kilometer Entschädigung bekommen beim Bau einer Freileitung auf „neuer“ Trasse.

Der Northeimer Landrat Michael Wickmann (SPD) erklärte, dass der Landkreis auch im Planfeststellungsverfahren für die Erdverkabelung votieren werde. Nach Auffassung der Fachleute aus dem Kreishaus stelle sie die für Mensch, Natur und Landschaft verträglichste Alternative dar. Nach Auswertung der Unterlagen werde er dann auch entscheiden, ob sich der Landkreis an einer etwaigen Sammelklage beteiligen werde.

Auch Göttingens Landrat Reinhard Schermann (CDU) versicherte, dass der Landkreis seine Forderung nach Erdverkabelung aufrecht erhalten werde. Die Mindestforderung seien Erdkabel an den neuralgischen Punkten Laubach und Sichelnstein. Zumindest sei mit dem Erdkabelabschnitt in Göttingen gemeinsam ein Teilerfolg erreicht. Zufrieden zeigte sich die Göttinger SPD-Ratsfraktion. Es habe sich gelohnt, dass die Stadt konsequent die Erdverkabelung gefordert habe, so Fraktionschef Frank-Peter Arndt. Leider sei aus Kostengründen nicht im gesamten Gebiet von Wahle bis Mecklar eine Erdverkabelung möglich.

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