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Göttingen Konflikt zwischen Pastor und Kantor wird öffentlich
Die Region Göttingen Konflikt zwischen Pastor und Kantor wird öffentlich
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19:24 05.11.2009
Bald ohne ihren Pastor? Die St.-Maurtius-Gemeinde. Quelle: Hinzmann
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„Die Arbeit in der St.-Mauritius-Gemeinde ist schon seit etwa drei Jahrzehnten sehr schwierig“, heißt es in dem offenen Brief an die Gemeindemitglieder. Die Kirchengemeinde zählt rund 2300 Mitglieder. Sie werde dominiert von der kirchenmusikalischen Arbeit, die zwar ein hohes Niveau habe, doch nur ein Bereich der Gemeinde sei. Hardegsen und Trögen hätten dadurch schon viele gute Pastoren verloren. „Wir wollen nicht, dass wieder ein Pastor in Hardegsen aufgibt“, solidarisieren sich die Unterzeichner mit dem derzeitigen Amtsinhaber Daniel Konnerth.

Bei einer Dienstbesprechung vor rund sechs Wochen seien die seit einem Jahr deutlichen Spannungen von Gemeindemitarbeitern angesprochen worden, berichtet Konnerth. Daraufhin sei ohne sein Zutun der offene Brief geschrieben worden, der den lange schwelenden Konflikt öffentlich gemacht habe. Zur Schlichtung sei im vergangenen Jahr ein Mediator eingeschaltet worden – ohne Erfolg.

Auswirkungen habe die schwierige Konstellation auch im Kirchenvorstand gezeigt. Drei Mitglieder sind laut Konnerth im Laufe eines Jahres ausgeschieden, zwei davon hätten die schwierige Sitauation als Grund angegeben. Nur ein Platz konnte neu besetzt werden. Die bisherige Vorsitzende habe wegen der Probleme jüngst den Vorsitz abgegeben. Am Mittwochabend wurde Hans Albrecht als neuer Vorsitzender gewählt, ein Stellvertreter wurde jedoch nicht gefunden.

„Mich berührt das sehr“, sagt zu dem Geschehen Kantoreileiter Gerhard Ropeter. „Angesichts der sehr aufgeregten Situation“ wollte er zu Inhalten keine Stellung nehmen, bevor er nicht mit den entsprechenden Personen darüber gesprochen habe. Er sei „sehr besorgt um das friedliche Miteinander.“

Viele Gespräche mit den Parteien hat Superintendent Behrends in den vergangenen zwölf Monaten geführt. „Der Konflikt erscheint sehr schwer lösbar. Das ist traurig, weil es um wichtige Menschen und um die kostbare Sache des Evangeliums geht.“ Pastor und Kantor leisteten hervorragende Arbeit. Niemand wolle, dass der Pastor geht, auch der Kirchenvorstand in Hardegsen nicht. Dennoch sei die Zusammenarbeit immer schwerer geworden. Als Lösung schlägt Behrends vor, Pfarr- und Gemeindearbeit sowie die kirchenmusikalische Arbeit organisatorisch zu trennen: „Die Kirchenmusik konstituiert sich als Verein oder Stiftung, die von der Gemeinde unterstützt wird.“

Diesen Vorschlag macht auch der Trögener Kirchenvorstand. Mit einer Viertelstelle ist Konnerth für die Trögener Kirchengemeinde tätig. Behrends betont: „Die ganze Vielfalt der Ausdrucksformen des Glaubens muss in der Gemeinde Platz haben.“ In der Gemeindeversammlung am Dienstag, 10. November, um 19.30 Uhr im Muthaussaal wird die Zukunft der Gemeindearbeit im Mittelpunkt stehen.

Von Ute Lawrenz

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