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Göttingen Pläne für Freibad Weende stoßen auf Begeisterung
Die Region Göttingen Pläne für Freibad Weende stoßen auf Begeisterung
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00:19 23.09.2017
So soll das Weender Freibad aussehen. Eröffnet werden soll das Areal im Frühjahr 2018. Quelle: Eko-Plant
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Weende

Das Weender Freibad wird ein Schmuckkästchen. Nach der Vorstellung des Konzeptes am Dienstag in der Weender Sporthalle waren die Mitglieder des Sportausschusses hellauf begeistert – und die Zuhörer, unter ihnen viele Mitglieder des Fördervereins quittierten die Ausführung mit viel Beifall.

Noch vor einigen Jahren galt das Freibad als aussichtsloser Sanierungsfall, nun könnte das Areal zu einem regelrechten Erholungsgebiet werden: Ein sogenannter „Freibadpark“ soll entstehen, der sich zu einem „Bindeglied zwischen mehreren Wohngebieten“ etablieren soll, wie Alexander Frey, Geschäftsführer des Bauherrn Göttinger Sport und Freizeit GmbH (Goes) bei der Präsentation betonte.

Dreifach umzäunt

Nach der Begehung der Baustelle durch die Mitglieder des Bauausschusses und die rund 50 Zuhörer wies Frey auf zukünftig zwei Eingänge hin – an einem Parkplatz, der zwischen Sporthalle und Kunstrasenplatz im Norden entstehen soll, und in der Nähe des alten Zugangs, der über einen kleinen Platz erreichbar ist.

Es gibt eine dreifache Einzäunung: Neben der alten wird ein 1,25 hoher Zaun um das zukünftige Schwimmbadareal gezogen, außerdem ist die Gastronomie, das von der Bäckerei Küster betriebene „Strandhaus37“, mit einem Zaun abgegrenzt – ein Kunde des Strandhauses soll nicht einfach ohne Eintritt ins Schwimmbad durchmarschieren können.

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Das Konzept für die Sanierung des Weender Freibades sorgt für Begeisterung

Geregelt wird der Durchlass mit elektronischen Karten oder Coins. Der Eintrittspreis ist genauso hoch wie in den anderen Göttinger Freibädern – so zahlen etwa Erwachsene 3,50 Euro.

In einem „Jugend- und Gesundheitszentrum“, das zwischen Januar und Dezember 2018 gebaut werden soll, kommen als Mieter Tuspo Weende und ein unabhängiges Jugendzentrum unter, das aus dem Klosterpark Weende umzieht.

Neue Heizanlage für Nahwärmeversorgung

Der zweigeschossige Bau ist rund 1100 Quadratmeter groß, 800 Quadratmeter erhält der Tuspo und 270 das Jugendzentrum. Zielgruppe des Gesundheitszentrums sei die Generation 50+, erläuterte Christoph Hannig vom Tuspo. Die Baukosten beziffert die GoeSF auf 2,5 Millionen Euro.

In den Bestandsbau am Weendespring wird in Kooperation mit den Stadtwerken Göttingen eine neue Heizanlage eingebaut, durch die zukünftig eine Nahwärmeversorgung möglich ist. Die GoeSF ist nominell Kunde, versorgt werden die Bestandsimmobilie, in der der SCW seine Kabine hat, das Gesundheitszentrum und auch das Strandhaus.

Der Clou: Restwärme kann an das Freibad abgegeben werden. „Wir werden allerdings nicht den Komfort bieten können wie ein klassisch beheiztes Freibad“, erläuterte Frey, der davon sprach, mit den Stadtwerken „eine intelligente Lösung“ gefunden zu haben.

Eröffnung im Frühjahr 2018

Einen Rückschlag für die Bauarbeiten hatte es gegeben, weil im vergangenen April die alte Beckenauskleidung, „die blaue Schwimmbadfarbe“, wie sie von GoeSF-Prokurist Alexander Hirt bezeichnet wurde, als PCB-haltig und damit potenziell krebserregend eingestuft wurde. Ab Juni wurde aufwendig saniert, die zusätzlichen Kosten für die GoeSF belaufen sich auf bis zu 250000 Euro. Für den Umbau des Freibades hatte die Stadt Göttingen an ihre Tochter GoeSF zwei Millionen Euro überwiesen.

Eröffnet werden soll weiterhin im Frühjahr 2018. Wenn das Bad im Sommer ab mittags geöffnet ist, ist auch der Park kostenpflichtig. Ansonsten ist er frei zugänglich, ebenso im Winter. Hirt zollte dem Förderverein „riesigen Dank“, dass er die Sanierung des Sprungturmes und die Umgestaltung des Planschbeckens übernommen hat. „Wir können uns nur beglückwünschen“, sagte der Fördervereins-Vorsitzende Eberhard Gramsch und kündigte an, dass der Verein auch die Begrünung des Funktionsgebäudes übernimmt. Frey freut sich auf eine „offene Parklandschaft“ und eine verbessere Attraktivität des Freibades. „Ich empfinde die Situation als Glücksfall“, sagte er.

Von Eduard Warda

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