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Göttingen Geburtshilfe ausgebaut
Die Region Göttingen Geburtshilfe ausgebaut
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20:09 14.02.2018
Jörg Marx (Vorstand Agaplesion), Chefarzt Dietrich Kulenkampff und Geschäftsführer Christian von Gierke (von links). Quelle: bib
Göttingen

16 Betten mehr, sieben Familienzimmer und eine Bauzeit von eineinhalb Jahren: Mitarbeiter und Gäste haben am Mittwoch die Erweiterung der Frauenklinik des Krankenhauses Neu Bethlehem gefeiert. Damit ist das Göttinger Agaplesion Krankenhaus in Südniedersachsen eher ein Ausnahme: „Von zehn Geburtshilfen in der Region gibt es nur noch vier”, sagt Geschäftsführer Christian von Gierke während einer kleinen Feierstunde. Seesen, Alfeld, Einbeck, Bad Gandersheim, Hann.Münden und Duderstadt seien geschlossen worden. „Reichtümer lassen sich mit einer Geburtshilfestation nicht erwirtschaften”, so von Gierke weiter. Wir haben uns aber vor drei Jahren dazu entschlossen, hier an unserem Standort Göttingen ein Zeichen zu setzen”, so der Geschäftsführer. Er erinnerte sich an positive und „bedenkliche” Aspekte der Bauphase. In die zweite Kategorie fiel der Riss, der sich während der Bauarbeiten am Nebengebäude zeigte. Der, so von Gierke, sei aber heute zum Glück „außerordentlich stabil”.

Fördermittel des Landes habe man für die Erweiterung nicht bekommen. Das Konzept, dass Eltern in „geschützter Atmosphäre” die ersten Tage als Familie gemeinsam erleben können, sei aber sehr beliebt. Deshalb, so Chefarzt Dietrich Kulenkampff, „mussten wir einfach handeln”.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) freut sich über die Investition, denn „auf keiner anderen Station erlebt man so viel Glück”, sagt er. Köhler verweis aber auch auf den Medizinstandort Göttingen, und darauf, wie ich die Medizinwirtschaft entwickelt. „In Göttingen hat die Medizinwirtschaft einen Anteil von 26 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze”, sagt er. Dem Anspruch gerecht zu werden, auch dafür stehe der Neubau. Die Wertschätzung der Mitarbeiter könne man gar nicht hoch genug bewerten, aber von „Anerkennung kann man nicht leben”, sagt er. Ohne die wirtschaftliche Anerkennung der Pfleger und Ärzte entstehe ein massives Problem in der Gesellschaft.

Auch Superintendent Friedrich Selter, der eine Andacht hielt, geht darauf ein, dass die Mitarbeiter - auch im neuen Trakt - mit vielen Herausforderungen konfrontiert seien. Eine gynäkologische Station aber verheiße nicht nur Sorgen und Enttäuschungen, sondern auch viel Freude. „Ich wünsche mir, dass hier viele Kinder geboren werden, und wünsche dem haus. dass die Menschen sie mit Liebe empfangen”, so Selter.

Von Britta Bielefeld

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