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Göttingen Krebs in Groß Schneen: 12 000 Totenscheine untersucht
Die Region Göttingen Krebs in Groß Schneen: 12 000 Totenscheine untersucht
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00:17 20.01.2013
Luftaufnahme von Groß Schneen. Quelle: Archiv
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Göttingen / Groß Schneen

Es sei dabei nach Gestorbenen in Zusammenhang mit Krebserkrankungen aus Groß Schneen gesucht worden, so Mayr.

Er stellte in dem Ausschuss den derzeitigen Stand der Ermittlungen vor. Diese waren durch die Anzeige eines Biochemikers ausgelöst worden. Nach dessen Angaben sei in einem Teil von Groß Schneen eine Häufung von Krebserkrankungen festzustellen. Verantwortlich dafür macht er eine ortsansässige Schilderfabrik, in der das krebserregende Lösungsmittel Trichlorethen unsachgemäß verwendet worden sei – der Betrieb bestreitet dies.

Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung auf. An den komplexen Ermittlungen seien eine Reihe von Institutionen beteiligt, so Mayr. Neben der Staatsanwaltschaft Göttingen seien unter anderem das Gesundheitsamt und Gewerbeaufsichtsamt Göttingen, das Landesgesundheitsamt und das epidemiologische Krebsregister Niedersachsen einbezogen.

Die Überprüfungen der Todesbescheinigungen seien mittlerweile abgeschlossen, so Mayr. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der beschuldigten Firma liefen dagegen noch weiter. Die Ergebnisse der Boden-Luft-Messungen lägen noch nicht vor, so Mary. Überprüfungen durch das Gewerbeaufsichtsamt hätten zuvor keine relevanten Beanstandungen ergeben.

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