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Göttingen Kreis Göttingen sieht Umstellung der Sperrmüllabfuhr als Erfolg
Die Region Göttingen Kreis Göttingen sieht Umstellung der Sperrmüllabfuhr als Erfolg
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00:34 26.04.2015
Ist seltener geworden: Mülltourismus in den Dörfern des Landkreises, wie hier in Niedernjesa. Quelle: Heller
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Göttingen

Gut organisierte Gruppen, meist aus Osteuropa, waren schneller als die Landkreis-Fahrzeuge. Die Fahrer, fast immer mit einem Gehilfen, durchwühlten die Sperrmüllhaufen und stopften ihre Kleinlastwagen bis weit über die Beladungsgrenze voll. Zurück blieb nicht selten ein wüstes Durcheinander. Außerdem musste der Landkreis auf Erlöse aus noch Brauchbarem und wertvollem Material wie Metallen verzichten.

Seit knapp vier Monaten gilt das Bestellsystem: Per Karte oder über das Internet können Bürger Abholtermine bei der Kreisverwaltung beantragen. Seitdem seien die Sperrmüllmengen gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um etwa 50 Prozent zurückgegangen, erklärte Andrea Schröder-Ludewig von der Abfallberatung des Landkreises im Umweltausschuss. Diese Zahl täusche jedoch, weil 2014 die Müllmengen in der irrigen Annahme, ab 2015 werde die Sperrmüllabfuhr eingestellt, in die Höhe geschnellt seien und viele Bürger noch ausgemistet hätten.

Mit dem Wechsel auf das neue Abfuhrsystem, erklärte Schröder-Ludewig weiter, habe der illegale Mülltourismus praktisch aufgehört. Allerdings nicht ganz: In den Dörfern Bremke und Lippoldshausen seien auch danach noch auswärtige Müllsammler gesichtet worden. Schröder-Ludewig: „Wie die Informationen über bestellte Abfuhren nach draußen gelangt sind, wissen wir nicht.“ Die Kreisverwaltung teile jetzt ihren Fahrern die Route erst am Tag der Abfuhr mit.
Doch generell seien die Sperrmüllhaufen nach der Umstellung „jetzt viel sauberer“. Zwar sei aus der Bevölkerung immer noch zu hören, es gebe ja „keine Sperrmüllabfuhr mehr“, bei den meisten Bürgern, sei das neue System aber bekannt und werde gut angenommen: „Wir sind sehr zufrieden.“

Allerdings sei das Anforderungssystem immer noch verbesserungsbedürftig, sagte Schröder-Ludewig. So sei man dazu übergegangen, nach einer Abfuhrbestellung eine Bestätigung an den Absender zu schicken, weil es immer wieder Nachfragen gegeben habe, ob der Auftrag angekommen sei.

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