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Göttingen Kriminalstatistik der Inspektion Northeim-Osterode
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21:19 18.02.2013
Spektakulärster Kriminalfall im Raum Northeim: Im Autohaus Peter – hier Centerleiter Reiner Fees – wurden 2012 sechs neue Mercedes gestohlen. Quelle: Hinzmann
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Northeim/Osterode

Was sich die ermittelnden Polizeibeamten aber gar nicht erklären können: Warum sind Autofahrer so leichtsinnig, Wertsachen im offenen Auto liegen zu lassen? Einen Erklärungsversuch macht Klaus Häuser, der Kripochef, dann aber doch: Die Leute seien wegen trügerischer Sicherheit in den vergangenen Jahren leichtfertig geworden, und die Diebe haben das Kfz wieder für sich entdeckt, „eine Renaissance“.

Zwar sei das einfache Navigationsgerät inzwischen uninteressant für Diebe, und  „das ausgebaute Radio ist als Straftat tot“, es gebe aber offenbar immer mehr Beute, die einfach so im Auto liegt. Weil es besonders drogenabhängigen Kriminellen durch neue Bezahlsysteme immer schwerer falle, durch Betrug im Internet das nötige Geld für Drogen zu beschaffen, gebe es die Rückbesinnung auf Wertsachen im Auto.

Tatschwerpunkte: Kaufhaus- und Friedhofsparkplätze

In Zahlen stellt sich das so dar: Bis auf nur noch 237 Taten waren die Diebstähle aus Autos zurück gegangen. 2012 schnellten sie wieder um mehr als 100 Prozent auf 491 nach oben. Tatschwerpunkte sind Kaufhaus- und Friedhofsparkplätze, aber auch Ski- und Wanderparkplätze im Harz. Oft würden Taschen, Rucksäcke, Kameras, ja gar Laptops im Auto gelassen – oft in unverschlossenen Wagen.

Nach oben geschnellt ist auch die Zahl der Wohnungseinbrüche. Hier war 2011 mit 162 Taten ein langjähriger Tiefpunkt erreicht. Im vergangenen Jahr waren es dann wieder knapp 200. Allerdings, so Häuser, habe man fast 40 Prozent dieser Taten aufgeklärt – eine Rate weit über Landesschnitt (25Prozent).

4,2 Prozent weniger Taten

Überhaupt kann sich die Statistik für die Inspektion sehen lassen: 4,2 Prozent weniger Taten (jetzt 11 692) in 2012. Mit der Häufigkeitszahl (Taten auf 100 000 Einwohner) von 5463 (Land 7041) ist der Northeimer Inspektionsbereich einer der sichersten in ganz Niedersachsen. Weil sich zudem die Aufklärungsrate mit 65,8 Prozent weit über dem Landesschnitt (60,9) stabilisiert hat, ist auch Inspektionsleiter Hans Walter Rusteberg zufrieden. Nur gegen Autoknacker und Wohnungseinbrecher solle künftig noch intensiver durch Streifen und auch durch Präventionsmaßnahmen vorgegangen werden.

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