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Göttingen Kritik an Fahrpreiserhöhungen
Die Region Göttingen Kritik an Fahrpreiserhöhungen
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00:22 12.08.2018
Göttingen/Friedland

„Dass es nun im zweiten Jahr in Folge eine Erhöhung der Preise und damit eine Steigerung der Kosten gibt, die vor allem die täglichen Pendler trifft, ist für uns nur schwer zu verstehen“, kommentiert die CDU Friedland die Erhöhung. Landrat Reuter habe noch im Wahlkampf 2016 im Wahlkampf angekündigt, sich dafür einzusetzen, dass jeder Ort im Landkreis von Göttingen aus für nicht mehr als fünf Euro erreicht werden kann. Schon jetzt aber koste die Fahrt von Reiffenhausen nach Göttingen sechs Euro, „für eine Fahrt nach Duderstadt sind es sogar 14,70 Euro“, sagt der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Melchior Freiherr von Bodenhausen. „Für die Schüler der Oberstufe und für die Auszubildenden ist dies eine weitere Belastung“, ergänzt der Vorsitzende der Jungen Union (JU) Friedland, Marcel Bergmann.

Ähnlich äußert sich der Göttinger JU-Kreisverband: Entgegen dem Versprechen des Landrats „erhöhen sich die Preise jährlich“, erklärt der JU-Kreisvorsitzende Kerem Öztürk. „Wir müssen vor allem für die Anbindung der ländlichen Räume im Landkreis einen auch für Schüler und Studenten kostengünstigen und effektiven ÖPNV aufstellen.“

Strategisches Ziel

Der so angegriffene Landrat Reuter weist darauf hin, dass in die Erhöhung zwar Hinweise des koordinierenden Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) eingeflossen sind: „Beispielsweise ist die teuerste Tarifstufe entfallen, bei den Preisstufen 1 und 2 gibt es fast gar keine Änderungen.“ Aber: „Die Ziele des Landkreises Göttingen werden damit nicht erreicht. Das zeigt, dass sich grundsätzlich etwas ändern muss.“ Eben deshalb strebe der Landkreis die Tarifstrukturreform an und „deshalb treiben wir den Prozess über den ZVSN voran“. Das sei jedoch „ein umfassendes Projekt mit breiter Beteiligung der politischen Gremien und den Bürgern“. Das 2016 formulierte Schlagwort, eine Fahrt von jedem Punkt im Landkreis ins Oberzentrum solle nicht mehr als fünf Euro kosten, bringe „das strategische Ziel dieser Reform, den ÖPNV attraktiver zu machen, auf den Punkt“.

Von Matthias Heinzel

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