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Göttingen Ein Stadtteil wehrt sich
Die Region Göttingen Ein Stadtteil wehrt sich
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14:50 03.08.2018
Auch in der Jona-Gemeinde will man die Republikaner-Demo nicht tatenlos und wortlos hinnehmen. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Es ist mittlerweile die fünfte Flagge, unter der der Versicherungsmakler Jens Wilke versucht, durch Göttingen zu marschieren. Er trat seit 2016 als Kopf der rechten Gruppierung „Freundeskreis Thüringen/Südniedersachsen“ und ihrer Nachfolgeorganisation „Volksbewegung Niedersachsen“ in Erscheinung. Im jüngsten Kommunalwahlkampf war er Kandidat der NPD und machte sich zwischendurch immer mal wieder für die AfD stark. Jetzt kandidiert er als Republikaner für das Europäische Parlament.

Bisher erster und einziger Wahlkampftermin der rechten Partei ist der 18. August in Grone. Nach Informationen der Stadtverwaltung sind als Demonstrationsroute Siekweg, Kasseler Landstraße, Deisterstraße und Sollingstraße genehmigt. Weitere offizielle Informationen, womit in Grone in zwei Wochen außerdem zu rechnen ist, gibt es derzeit noch nicht. Anders als bei vergangenen Anmeldungen rechter Gruppierungen halten sich die Gegendemonstranten bisher bedeckt.

„Wie es sein soll“

DGB-Regionsgeschäftsführer Lothar Hanisch erklärt für das Göttinger Bündnis gegen Rechts, man werde den Stadtteil unterstützen. Allerdings seien die Beteiligten in Vorgesprächen mit Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr übereingekommen, dass es eine gemeinsame Organisation geben soll. Entsprechend wurden alle Beteiligten am kommenden Montag zu einem Vorbereitungstreffen eingeladen. „Die Initiative kommt aus dem Stadtteil. Das ist genau, wie es sein soll“, so Hanisch. Auf der Internetseite der Jona-Gemeinde heißt es, man wolle zeigen, dass die Groner Bürger diese Art der Demonstration nicht tatenlos und wortlos hinnehmen.

Die Polizei geht in ihrer Kräfteplanung aktuell von einem auf den Stadtteil begrenzten Einsatz aus. Momentan sei eine Veranstaltung mit 50 Personen angemeldet. Die Tatsache, dass die Demonstrationsroute durch ein kulturell vielfältiges Gebiet führe, habe keinen Einfluss auf sein Konzept, so Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen. Wie bei vergangenen Demonstrationen würden die Anwohner im Vorfeld mit Flugblättern über die Veranstaltung und die zu erwartenden Beeinträchtigungen informiert.

Umleitung für Kasseler Landstraße

Dazu gehört auch die zeitweise Sperrung einer der Göttinger Hauptverkehrsstraßen. „Wir werden für die Kasseler Landstraße eine weiträumige Umleitung einrichten. Aber es wird zu Behinderungen kommen – das lässt sich an einem Sonnabendnachmittag nicht verhindern“, so Rath. Den Gegendemonstranten gibt er noch einen wohlgemeinten Rat mit auf den Weg: „Wer eine genehmigte Versammlung behindert, macht sich strafbar.“

Von Markus Scharf

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