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Göttingen Kuriose Bestellungen bei Göttinger Bringdiensten
Die Region Göttingen Kuriose Bestellungen bei Göttinger Bringdiensten
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00:17 06.01.2017
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Göttingen

„Vor einiger Zeit hatten wir auch schon mal so eine Anfrage“, sagt Amir Babaei, Chef vom Göttinger Lieferservice Rialto. „Ich liefere aber keine Medikamente. Ich bin doch kein Apotheker“, betont Babaei. Zumal das auch ein rechtliches Problem sei. Einzig Zigaretten bringe er außer der Reihe zum Kunden. „Im verschlossenen Paket und wenn der Kunde über 18 ist.“ Dafür verlange er auch keine Gebühr. Alles andere liefere er nur, wenn es auch auf der Karte stehe. „Wir sind ein Lieferservice, kein Supermarkt“, sagt Babaei.

Bei Aslan Kilie, Betreiber des Göttinger Bringdienstes Pizza Grande, hat zwar noch niemand Medikamente bestellt. „Wenn aber jemand Kopfschmerztabletten bestellen würde, würde ich die auch liefern, die sind ja frei erhältlich. Und bei uns gegenüber ist eine Apotheke“, sagt Kilie. Das wäre dann aber eine absolute Ausnahme. „Ansonsten liefern wir nur das, was auf unserer Karte steht, dazu gehören übrigens auch Zigaretten“, erklärt er.

„Medikamente liefern wir auch nicht“, sagt Cetin Özcan von Dogans Pizzeria. „Wir liefern Pizza und Döner.“ Grundsätzlich hänge die Erfüllung eines ungewöhnlichen Wunsches aber von der Situation ab. „Wenn wir viel zu tun haben, geht das auf keinen Fall. Auf dem Weg noch eine Apotheke anzusteuern, ist sehr aufwändig. Und der Fahrer muss immer so schnell wie möglich zurück sein“, sagt Özcan. Ausnahmen mache er bei Zigaretten. „Manche bestellen auch nur zehn Flaschen Krombacher. Die von Geismar nach Weende zu bringen, das lohnt sich nicht.“ In solchen Fällen lege er den Kunden nahe, noch etwas zu Essen zu bestellen. „Sonst zahle ich nur drauf“, sagt Özcan. „Der Laden heißt Dogans Pizzeria, nicht Kiosk.“

Kuriose Aufträge sind auch bei der Göttinger Funk-Taxi-Zentrale bekannt. Erst vor zwei Monaten, erinnert sich Funk-Taxi-Chef Peter Kowol, habe einer der Fahrer den Auftrag bekommen, die nächste Tankstelle anzufahren und dort eine Flasche Hochprozentiges zu besorgen. Doch die Auslieferung scheiterte: Die Auftraggeber waren beim Eintreffen des Taxis bereits derart betrunken, dass sie eingeschlafen waren und auf intensives Klingeln gar nicht mehr reagierten. Öfter lieferten Taxifahrer auch Sektflaschen an Damen des horizontalen Gewerbes für den laufenden Betrieb.

Beim Pizza-Bringdienst Domino‘s sind derartige Dienstleistungen hingegen nicht erlaubt. Die Konzernleitung, erklärt eine Angestellte, habe allen Filialen sämtliche Sonderwünsche und Auslieferungen Domino‘s-fremder Waren untersagt. Dafür gehe andernfalls kostbare Lieferzeit drauf. afu/hein

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