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Göttingen Neue Wohnungen für die Zimmermannstraße
Die Region Göttingen Neue Wohnungen für die Zimmermannstraße
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00:37 12.03.2018
Blick auf das künftige Baugelände in der Zimmermannstraße. Quelle: Hinzmann
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Göttingen/Weende

Damit hat die Stadt das nachsehen. Auch sie hatte sich um das Grundstück, das sich zuletzt im Besitz einer Erbengemeinschaft befand, bemüht. „Die Verkaufsverhandlungen sind nicht einfach“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg noch im Dezember. Weit auseinander lägen die Preisvorstellungen. Jetzt habe Kurth mehr geboten als die Stadt. „Uns ist das Grundstück angeboten worden“, sagt Kurth.

Kurth: „Bauen, vermieten und behalten“

Der Immobilienunternehmer verfolgt dasselbe Ziel wie Stadt: Mietswohnungen sollen auf der Fläche entstehen. Die Stadtverwaltung ging bei ihren Plänen bislang von 20 bis 30 neue Wohnungen auf dem Grundstück aus. „Wir werden die Wohnungen bauen, vermieten und behalten, nicht verkaufen“, sagte Kurth. Ein Teil der Wohnungen sollen günstig vermietet werden.

Erst am Donnerstag hatte der Bauausschuss des Rates ein Gesamtkonzept für künftigen Wohnungsbau in Göttingen beschlossen. Zentrales Element: die Einführung einer 30-Prozent-Quote für bezahlbaren Wohnraum bei neuen Wohnbauvorhaben ab zwölf Wohneinheiten.

Hans-Rudolf Kurth Quelle: GLOK

Wie viele Wohnungen, in welcher Größe und in wie vielen Gebäuden steht noch nicht fest. „Wir werden die Plänen mit der Stadt abstimmen“, sagte Kurth. Ein Gespräch mit der Stadt stehe an.

Ende Februar hatte der Bauausschuss beschlossen, die Fläche, nach „sorgfältiger“ Abwägung, so Ulrich Holefleisch (Grüne) aus dem Landschaftsschutz zu entlassen. Sei man anders entscheiden worden, so Holefleisch, hätte das „soziale Folgen”, da dringend neue Wohnungen in Göttingen dringend gebraucht würden.

Natur wird „zersplittert und zerstört”

Die Kritiker, wie die Naturschutzbeauftragte Britta Walbrun argumentierten indes, dass die Natur „zersplittert und zerstört” werde. Francisco Welter-Schultes (Piraten) meinte, die Fläche sei wichtig für die Luftzufuhr der gesamten Nordstadt. Sie dürfe nicht bebaut werden. Neueigentümer Kurth merkte an: „Wenn man Wohnungen haben möchte, muss man Dinge auch genehmigen.“

Auch gegenüber des Kurth-Grundstückes sollen auf einer rund 11 000 Quadratmeter großen Fläche 50 neue Wohnungen im Geschosswohnungsbau entstehen. Das Grundstück befindet sich im Besitz der Stadt. Sie will es verkaufen.

Bauausschuss beschließt Konzeptvergabe

Dazu hat sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich, gegen die Stimmen von CDU und FDP, auf ein Vergabeverfahren geeinigt. Mit Hilfe eines darin vereinbarten Punktesystem sollen Angebote bewertet werden und der danach beste Bieter den Zuschlag bekommen. Ziel der so genannten „Konzeptvergabe” sei es, für mehr „städtebaulichen Qualität” zu sorgen und nicht nur über den Preis zu entscheiden.

Während Olaf Feuerstein (CDU) darin Bürokratiemonster sieht, das einen schnelle Baubeginn verhindere, glaubt Tom Wedrins, dass die Konzeptvergabe die Verfahren eher beschleunige. „Es verhindert den üblichen Basar.“ Für Felicitas Oldenburg (FDP) sind die Kriterien überdetailliert. Das gebe Investoren Planungssicherheit, konterte Welter-Schultes.

Von Michael Brakemeier

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