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Göttingen Kuska verkauft seit 60 Jahren auf dem Göttinger Blumenmarkt
Die Region Göttingen Kuska verkauft seit 60 Jahren auf dem Göttinger Blumenmarkt
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00:27 08.04.2018
Brunhilde Kuska verkauft seit 60 Jahren Blumen auf dem Göttinger Blumenmarkt. Quelle: Scheiwe
Göttingen

Dazu gratuliert ihr am Donnerstag auch der städtische Marktmeister Norbert Niedzwiecki. Für Kuska ist erstmal kein Ende in Sicht, was den Verkauf auf dem Blumenmarkt angeht: „Ich möchte das noch nicht missen“, sagt die Frau mit den kurzen blonden Haaren. Solange sie fit genug sei, wolle sie das auch weiterführen. „Damit verbinde ich viele schöne Erinnerungen“, sagt Kuska. Das gehe von den vielen treuen Kunden, die teilweise auch schon seit Jahrzehnten zu ihr kämen, bis zu den Doktoranden, die regelmäßig während ihrer Marktzeiten aufs Gänseliesel kletterten.

1958 Lehre in der Gärtnerei Kuska begonnen

1958 – damals erst 14 Jahre alt – habe sie die Lehre in der bereits 1932 gegründeten Gärtnerei Kuska angefangen, erzählt Kuska. Weil im zweiten Weltkrieg die drei Gewächshäuser komplett zerstört wurden, sei der Betrieb erst in der 1950er-Jahren wieder richtig in Gang gekommen. Aus ihrem Chef wurde acht Jahre nach Beginn der Lehre der Schwiegervater: Kuska heiratete seinen Sohn Manfred Kuska, der 1971 mit Ehefrau Brunhilde Kuska den Betrieb übernahm.

Schon in dem Jahr, als sie in der Gärtnerei und dem Blumenhaus ihre Lehre anfing, begann auch Kuskas Zeit auf dem Blumenmarkt. „Ich wurde dort mit dem Fahrrad hingeschickt“, erzählt die Gärtnerin. So fährt sie seitdem jede Woche aus der Goßlerstraße, in der die Gärtnerei ansässig ist, zum Platz vor dem Alten Rathaus, um Blumen zu verkaufen.

Kuska kennt viele ihrer Kunden auf dem Blumenmarkt persönlich

„Der Markt war damals noch größer“, erzählt Kuska. Da seien teilweise an rund zwölf Ständen Blumen verkauft worden – heute ist sie dienstags und donnerstags mit ihrem Stand die einzige, die Blumen verkauft. Sonnabends seien im Sommer noch zwei andere Stände, die Stauden verkaufen, vor Ort.

„Früher kannte in der Innenstadt noch jeder jeden“, erzählt Kuska. Heute sei das aufgrund der vielen großen Filialen nicht mehr der Fall. Sie kenne aber dennoch viele ihrer Kunden – und freue sich auch immer über die Gespräche mit ihnen. „Meine Schwiegermutter hatte auch einen prominenten Kunden: Professor Otto Hahn“, erzählt die 74-Jährige. Ihre Schwiegermutter habe vor ihr immer den Blumenmarkt betreut – und hatte da wohl unter anderem den Göttinger Nobelpreisträger für Chemie zu Gast.

Göttinger Blumenmarkt ist Kuskas „Heimat“

Den Blumenmarkt bezeichnet Kuska als „meine Heimat“. Dort präsentiert und verkauft sie die Blumen und Pflanzen, die sie in der Goßlerstraße züchten. Hinter dem Verkaufsbereich liegen die Gewächshäuser. Dort produzieren sie unter anderem Beet- und Balkonpflanzen und haben sich auf Hydrokultur spezialisiert. Das ist eine Art der Pflanzenhaltung, bei der die Pflanzen in einem anorganischen Substrat statt in einem organische Bestandteile enthaltenden Boden wurzeln. Kuskas Lieblingsblume ist aber eine, an der nicht viel herumgezüchtet werden muss, sondern die auch frei in der Natur wächst: die Sonnenblume.

Von Hannah Scheiwe

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