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Göttingen Landesregierung bringt UMG-Neubau voran
Die Region Göttingen Landesregierung bringt UMG-Neubau voran
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00:17 07.04.2017
Außenansicht der UMG. Quelle: Wenzel
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Göttingen

Damit wird auch die Modernisierung der UMG mit Investitionen von rund  einer Milliarde Euro gesichert. „Die heutige Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung ist ein entscheidender Meilenstein für die weitere Entwicklung der UMG“, sagt Prof. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG. „Damit erhält die UMG auf dem Weg der so dringend notwendigen Modernisierung ihrer klinischen Einrichtungen eine langfristige Perspektive und die notwendige Planungssicherheit.

Auch die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta  sagt: "Der Beschluss heute ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Zukunftssicherung der Universitätsmedizin Göttingen." Mit 600 Millionen Euro Sondervermögen für die beiden Hochschulkliniken in Göttingen und Hannover (MHH) sei ein "solides Fundament" für die Modernisierungsinvestitionen gelegt.

In einem ersten Schritt sollen laut Andretta dem Sondervermögen 750 Millionen Euro im Laufe dieses Jahres zugeführt werden. 600 Millionen Euro des Sondervermögens seien für die Unikliniken reserviert, davon 300 Millionen für die UMG. Der Investitionsbedarf für den Bereich der Krankenversorgung wird derzeit auf rund 2,1 Milliarden Euro geschätzt, davon 1,1 Milliarden für die UMG.

„Die Entscheidung bedeutet für die UMG, dass in Südniedersachsen ein hochinnovativer Medizincampus entstehen kann,", so Kroemer. Sie sei zugleich ein "positives Signal für die Menschen in der gesamten Region Südniedersachsen, für die Gesundheitsversorgung der Patienten auf höchstem medizinischem Niveau und für die wirtschaftliche Stabilität der regionalen Gesundheitswirtschaft.“ 

Die Einrichtung des Sondervermögens biete die einmalige Chance, dass sich die beiden Standorte UMG und MHH in Niedersachsen insgesamt neu aufstellen können. "Die parallele Entwicklung von zwei der modernsten Universitätskliniken in Deutschland wird bei enger Abstimmung zwischen der UMG und der MHH für Niedersachsen einen der innovativsten Medizinkomplexe in Europa möglich machen", so Kroemer weiter. 

Die gesetzliche Festschreibung des Sondervermö-gens hat für uns den außerordentlichen Vorteil, dass auch nachfolgende Landes-regierungen an die Entscheidung gebunden sind. Eine solche Bindung hat für uns eine herausragende Bedeutung.“

Rot-Grün, dass Worten auch Taten folgen. Zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung komme es nun darauf an, dass dem Sondervermögen in den kommenden Jahren weitere Mittel aus dem Landeshaushalt zugeführt werden. Hierfür sei eine Verpflichtung im Gesetzentwurf zur Gründung des Sondervermögens festgeschrieben.

"Mit einem neuen Klinikum wird die schon jetzt starke Gesundheitswirtschaft in Südniedersachsen weiter an Schubkraft gewinnen und neue qualifizierte Arbeitsplätze in die Region bringen", so die SPD-Abgeordnete. Für sie ist der Beschluss  "ein überzeugendes Bekenntnis zur Region Südniedersachsen".

Der Gesetzentwurf wird Andretta zufolge nun in den Landtag eingebracht. Die Politikerin geht davon aus, dass das Gesetz noch vor der Sommerpause den Landtag passieren wird. Bis Ende des Jahres 2017 sollen dann bauliche Realisierungsabschnitte mit Zeit- und Investitionsplanungen vorgelegt werden.

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