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Göttingen Landkreis stellt Masterplan für den Radverkehr vor
Die Region Göttingen Landkreis stellt Masterplan für den Radverkehr vor
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00:25 24.02.2018
Bei der zweiten Radwegekonferenz des Landkreises Göttingen ist der neue Masterplan für den Radverkehr vorgestellt worden. Quelle: Pförtner
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Krebeck

Die Felder haben die Überschriften Planen, Bauen, Sichern, Verknüpfen, Motivieren und Fördern. Bei der Planung ist es nach Angaben der ersten Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne) notwendig, dass Absprachen zwischen Kreis, Land und Bund erfolgen. Denn der Landkreis könne nur an Kreisstraßen Radwege bauen. Vor der Erstellung des Masterplans habe Sebastian Schulze von der Kreis- und Regionalplanung des Landkreises das rund 1500 Kilometer lange Streckennetz im Landkreis erfasst, und auch dokumentiert, an welchen Stellen ein Handlungsbedarf bestehe. „Nach diesem Bericht haben wir Prioritäten vergeben“, sagte Wemheuer. Bei den Radwegen in der Region gebe es vorwiegend in den einzelnen Gemeinden noch Lücken. Hier gibt es für Strecken, die im Masterplan erfasst sind, die Möglichkeit eine Förderung von 50 Prozent der Kosten vom Landkreis zu erhalten. Für den Bau von Radwegen sollen zudem auch sogenannte Wirtschaftswege mit herangezogen werden.

Neue Herausforderungen durch E-Bikes

Das Handlungsfeld „Sichern“ befasse sich unter anderem mit den neuen Herausforderungen, die durch die Nutzung von E-Bikes und Pedelecs entstanden seien. Außerdem solle mit ihm auch dazu beitragen werden, dass die derzeitige Qualität im Radverkehrsnetz beibehalten werde. Bei Radwegen sei aber nicht nur wichtig, dass sie intakt seien, sondern auch, dass die Beschilderung stimme. Dies gelte insbesondere für Strecken, die von Touristen für Touren genutzt werden. „Hier reicht es nicht, die Schilder einmal aufzustellen. Sie müssen auch regelmäßig kontrolliert werden, damit sie nicht umgedreht werden und ins Nichts führen“, sagte Wemheuer. Benutzer von Radwegen können festgestellte Mängel an Radwegen online melden. „Wir werden diese dann entweder selbst abarbeiten, oder aber an die zuständigen Stellen von Land und Bund weiter melden“, sagte Wemheuer.

Teilnehmer der Radwegekonferenz des Landkreises Göttingen in Krebeck. Quelle: Wölk

Abstellmöglichkeiten schaffen

Unter „Verknüpfung“ sei zu verstehen, dass die Verbindung zwischen dem Radverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verbessert werden solle. Ziel solle sein, dass die Mitnahme von Rädern im ÖPNV auf eine größere Akzeptanz stoße. Unter anderem solle ein barrierefreier Ausbau von Haltestellen und Bahnhaltenpunkten erfolgen. Außerdem gibt es laut Wemheuer das Projekt „500 Bügel“. Hier sollen im Landkreis 500 Bügel zum Abstellen von Fahrrädern installiert werden, beispielsweise vor Schulen. „Für die ersten 125 Bügel haben wir bereits während der Konferenz Anfragen bekommen“, erklärte Sissi Karnehm-Wolf vom Radwegeteam des Landkreises. Zudem seien Probleme in einzelnen Orten angesprochen worden, mit denen sich näher befasst werden soll. Außerdem sei gefragt worden, wie es mit der Räum- und Streupflicht auf Radwegen aussehe, und welche Konsequenzen es habe, wenn ein Radfahrer sich für die Nutzung der Straße entscheide, obwohl er eigentlich auf den Radweg fahren müsse.

Radwegeverbindung Bovenden-Göttingen. Quelle: Pförtner

Ziel: Fahrradfreundliche Kommune

Um den Masterplan auch wirklich zur Umsetzung zu bringen, sei die Bildung eines Arbeitskreises Radverkehr geplant, der sich zweimal im Jahr treffen soll. „In diesem sollen unter anderem Vertreter der Kommunen, der Verkehrswacht und vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club dabei sein“, sagte Wemheuer. Das erste Treffen sei nach den Sommerferien geplant. Bereits vor den Ferien solle es aber Gespräche mit Vertretern des Städte- und Gemeindebundes geben, um eine Abstimmung über Projekte vorzunehmen. Denn das dafür benötigte Geld müsse in den Kreishaushalt für das kommende Jahr eingestellt werden. Stadt und Landkreis werden vom 3. bis 23. Juni erneut am Stadtradeln teilnehmen, verkündete Landrat Bernhard Reuter (SPD). Am Sonntag, 17. Juni, soll es zudem eine Radtour des Landrates geben. „Für 2019 wollen wir als Erstes erreichen, dass Göttingen als fahrradfreundliche Kommune zertifiziert wird“, sagte Wemheuer.

Info: Wer Mängel an Radwegen kennt, kann diese unter landkreisgoettingen.de/radrouten_maengelmelder melden. Der Masterplan ist unter landkreisgoettingen.de/masterplanradverkehr abrufbar.

Von Vera Wölk

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