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Göttingen Landtagsneubau: Gefahr für die Göttinger Sieben
Die Region Göttingen Landtagsneubau: Gefahr für die Göttinger Sieben
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19:15 19.11.2009
Neubau geplant: Muss das Denkmal der Göttinger Sieben vor dem Anbau des Landtages in Hannover weichen? Quelle: Thomas
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Die Adolph-Freiherr-von-Knigge-Gesellschaft sieht nun die „messbare Gefahr“, dass das Denkmal einem Neubau des Landtags zum Opfer fällt.

„Hände weg vom Landesdenkmal“, sagte Helmut Weidemann aus dem Gesellschaftsvorstand. Die Gesellschaft setzte sich für die Errichtung des Denkmals 1998 ein. Es ist sieben Göttinger Professoren gewidmet, die 1837 für Bürgerrechte eintraten und daraufhin vom damaligen König Ernst August entlassen und teilweise vertrieben wurden. Allein eine Erweiterung des maroden Landtags würde das Denkmal nach Ansicht der Gesellschaft bedrohen. „Ich bin dafür: Außen alles lassen, innen sanieren und dann wäre die Welt in Ordnung“, sagte Weidemann. „Noch kann der Landtag zu einer vernünftigen und würdigen Lösung finden.“ Auch ein alternativer Standort für das vom italienischen Künstler Floriano Bodini geschaffene Denkmal sei nicht hinnehmbar. „Auf der grünen Wiese würde das Ensemble zu einem Stück Disneyworld verkommen.“

„Arroganz der Macht“

Auch die Landtagsfraktionen von Grünen und Linken mahnten, der Parlamentsumbau dürfe den Standort des Denkmals nicht bedrohen. „Die Göttinger Sieben gehören dorthin. Akzeptabel wäre daher nur eine Sanierung des Landtags“, sagte Christa Reichwaldt von der Linksfraktion. Nach Ansicht des Grünen-Abgeordneten Enno Hagenah wäre ein erzwungenes Entfernen des Denkmals eine „Neuauflage der Arroganz der Macht“, wie sie einst die Göttinger Sieben erlebten.

Wie die Landtagsfraktionen von CDU, FDP und SPD im dieser Woche mitteilten, einigten sie sich darauf, die Kosten für das 45 Millionen Euro teure Umbauprojekt trotz der Wirtschaftskrise in den kommenden drei Haushaltsjahren bereitzustellen. Der Haushalt 2010 wird im Dezember verabschiedet. Der Baubeginn ist für Mitte 2010 vorgesehen.

dpa

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