Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Sieben Fragen an Dinah Stollwerck-Bauer (CDU)
Die Region Göttingen Sieben Fragen an Dinah Stollwerck-Bauer (CDU)
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 13.01.2013
Anzeige

1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?

Bei den Bioenergieanlagen ist ein gewisses Maß erreicht. In Bezug auf Windräder sehe ich noch Spielraum, gerade auch für das sogenannte Re-Powering. Ich setze mich dabei vor allem für Bürgerbeteiligungsmodelle ein, damit diejenigen, die die Beeinträchtigung vor der Haustüre hinnehmen müssen, eine echte Chance auf finanzielle Beteiligung erhalten. Nur mit den Bürgen kann die Energiewende gelingen.

2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?

Nein. Der Landkreis Göttingen gehört jetzt schon zu den größten in Niedersachsen. Bei VergleichsRankings schneidet er sehr gut ab. Ein Großkreis, der größer ist als das Saarland ist für mich bürgerfern und es droht der finanzielle Kollaps. Es müssen Lösungen für Northeim und Osterode gefunden werden, dafür ist jedoch das Land und nicht der Landkreis Göttingen zuständig.

3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?

Wir setzen uns für dezentrale Angebote ein. Alle fünf Berufsschulstandorte können erhalten werden, das ist uns mehrfach bestätigt worden. Als CDU haben wir hierfür die Kreisverwaltung aufgefordert, endlich ein tragfähiges Konzept für die langfristige Sicherung vorzulegen. Die Fläche darf nicht ausbluten.

4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?

Die Energiewende ist eine große Chance für den ländlichen Raum. Was die Industrialisierung für die Städte war, kann die Energiewende für den ländlichen Raum sein. Veränderungen sind nötig. Vor allem müssen tragfähige Konzepte für die Sanierung des Immobilienbestandes sein. Beispiele für die Aktivierung von Dorfstrukturen sind Initiativen wie zum Beispiel „Dorf mit Zukunft“ in Güntersen.

5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?

Verkehrskonzepte können nur mit den Kommunen entwickelt werden. Umgehungsstraßen sind aber nicht immer die absolute Lösung, gerade wenn man an die Entwicklung des Einzelhandels in den Orten denkt. Teilweise kann eine Verkehrsberuhigung mehr bringen als eine neue Verkehrslenkung. Ich trete für den engen Austausch mit den Städten und Gemeinden ein.

6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?

Wir haben das Bildungssystem in Niedersachsen modernisiert. Die Oberschule gehört zu den beliebtesten Schulformen. Ich stehe für den Erhalt der Gymnasien. Entscheidend wird es in der kommenden Wahlperiode sein, endlich Ruhe ins Schulsystem zu bringen. Die ständigen rot-grünen Strukturdebatten müssen ein Ende und der Blick auf die inhaltlichen Entwicklungen die volle Aufmerksamkeit haben.

7. Das Kali-Salz aus Werra und Weser fernhalten, oder haben Arbeitsplätze im Zweifel Vorrang?

Wir haben uns gegen eine weitere Versalzung von Werra und Weser ausgesprochen. Daran halten wir fest. Gemeinsam mit den Firmen müssen hier tragfähige Konzepte gefunden werden, die die Belastung der Flüsse auf ein vertretbares Maß reduzieren.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige