Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Sieben Fragen an Thomas Harms (Grüne)
Die Region Göttingen Sieben Fragen an Thomas Harms (Grüne)
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 13.01.2013
Anzeige

1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?

Unser Landkreis braucht erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind. Nur so können unsere Kinder und Kindeskinder in einer bewahrten Schöpfung weiterleben. Wie und wo Windräder erbaut werden, ist klar geregelt. Eine zunehmende „Vermaisung“ unserer Landwirtschaft halte ich nicht für akzeptabel. Mais gehört auf den Teller und nicht in den Tank.

2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?

Die Grünen sind seit langer Zeit für eine vernünftige Region in Südniedersachsen. Ein plumpes Zusammenlegen von Landkreisen ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Bürgernähe und Verschlankung der Verwaltung in einem neuen Gebilde sind unabdingbar.

3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?

Schulen haben Schülerinnen und Schülern zu dienen und nicht umgekehrt. Deshalb: Kurze Wege auch und gerade für Berufsschüler in den Mittelzentren und im ländlichen Raum sind wichtig. Ein Berufsschultourismus von HMÜ nach Duderstadt oder umgekehrt ist hanebüchen. Die BBS sind aufrecht zu erhalten, aber nicht jede BBS muss eine eigene teure Schulleitung behalten!

4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?

Ein vernünftiger öffentlicher Personennahverkehr muss her. Bahnhöfe müssen wieder eröffnet werden. Schnelles Internet. Dorfläden und Genossenschaften müssen sich auf dem Land etablieren.

5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?

Die Fahrgastzahlen bei der Deutschen Bahn steigen stetig. Und das ist gut so, weil sich der Individualverkehr minimieren muss. Carsharing, E-Bikes und eine vernünftige Busanbindung lassen den Alltag wieder lebenswerter ausschauen.

6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?

Das dreigliedrige Schulsystem ist längst überholt und verfestigt nur eine unschöne Klassengesellschaft von oben und unten. Alle Untersuchungen zeigen: Kinder aus Arbeiterfamilien und aus sozial schwachen Bezügen haben an Gesamtschulen deutlich bessere Chancen, einen hohen Bildungsabschluss zu erwerben.

7. Das Kali-Salz aus Werra und Weser fernhalten, oder haben Arbeitsplätze im Zweifel Vorrang?

Arbeitsplätze gegen nachhaltige Umweltpolitik auszuspielen ist doch ein uralter Hut. Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann?! Alle Expertisen sagen: Nur mit einer Pipeline in die Nordsee kann das Grundwasser und Werra und Weser und damit der Mensch vor der Salzlauge von K+S geschützt werden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige