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Göttingen Landtagswahl: So hat der Wahlkreis 18 gewählt
Die Region Göttingen Landtagswahl: So hat der Wahlkreis 18 gewählt
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20:50 21.01.2013
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Northeim

In den Kommunen des Wahlkreises 18 erreichte sie zwischen 44,17 Prozent der Stimmen in Hardegsen bis zu 51,51 Prozent in ihrer Heimatgemeinde Katlenburg-Lindau. Auch die Zweitstimme für die SPD fiel in Heiligenstadts Wahlkreis mit 39,89 Prozent hoch aus. 32,6 Prozent erzielte die SPD in Niedersachsen.

„Das wird knapp, aber wir gewinnen“, habe sie die ganze Zeit geglaubt, erzählt Heiligenstadt. Nun zieht die 46-Jährige wieder in den Landtag. In ihrem Fachgebiet Bildungspolitik habe sie in den Gesprächen mit Bürgern vor der Wahl viel von deren Sorgen erfahren. „Die Studiengebühren müssen weg“ und „Ich brauche einen Krippenplatz“ seien immer wiederkehrende Aussagen gewesen.

Außerdem sei es Ziel der Sozialdemokraten, die Hürden für neue Gesamtschulen zu senken und das Turbo-Abitur zu streichen. „Wir haben sehr, sehr viele Nichtwähler binden können“, freut sich Heiligenstadt über den Anstieg der Wahlbeteiligung. Weil es bis zum Schluss sehr spannend war, hätten viele das Gefühl gehabt, dass auch ihre Stimme zähle. Das erste Treffen des Landesvorstands und des Präsidiums der Landes-SPD gab es  schon am Montagnachmittag.

„Ich bin immer noch platt“, sagt der Kandidat der Grünen, Ingo Redeker. Ein Plus von rund 5,5 Prozent haben die Grünen im Land hingelegt. Besonders stolz ist Redeker auf seine Spitzenergebnisse in Lichtenborn mit 23,26 Prozent und in Espol mit 22,77 Prozent. Er holte im Wahlkreis 2219 Wählerstimmen und damit 6,67 Prozent.

Die Grünen haben im Wahlkreis Northeim 11,83 Prozent der Zweitstimmen bekommen. Umgehauen habe ihn aber nicht nur das eigene gute Ergebnis. „Beinahe umgefallen“ sei er angesichts des guten Abschneidens der FDP mit neun Prozent im Wahlkreis Northeim und 9,9 Prozent auf Landesebene.

Damit ist Michael Selke (FDP) „sehr zufrieden“. Enttäuscht ist er allerdings darüber, dass trotz des Spitzenergebnisses für die FDP die Mehrheit wegen einer fehlenden Stimme die bisherige Regierungskoalition aus CDU und FDP verlorengegangen ist. Enttäuscht ist er auch über eine Kampagne, die ein Vertreter der SPD einen Tag vor der Wahl gegen seine Initiative zur Breitbandversorgung in Gladebeck losgetreten habe.

Nach dem Vorbild von Asche wolle man vorgehen. Nun sei der Vorwurf aufgekommen, dass den Bürgern dafür Geld aus der Tasche gezogen werde.

Auf „mehr Zeit für die Kommunalpolitik“ freut sich Malte Schober (CDU). „Ich hatte schon gehofft, dass wir weiterregieren können.“ Das überdurchschnittliche Ergebnis der SPD in der „sozialdemokratisch geprägten Region Südniedersachsen“, so Heiligenstadt, macht sich auch bei der CDU bemerkbar: Im Wahlkreis Northeim bekamen die Christdemokraten 31,55 Prozent der Stimmen, im Land 36 Prozent.

Von Ute Lawrenz

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