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Göttingen Leichentransporte
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20:51 11.01.2010
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Das hat Gschmäckle, würde der Schwabe sagen, „anrüchig“ oder „dubios“ der Norddeutsche. Da ruft die Polizei für lukrative Aufträge ganz unwidersprochen am liebsten einen ganz bestimmten Unternehmer an. Den Versuch, das Verfahren auf nachvollziehbare Entscheidungswege zu führen, bricht sie ab, ohne die Gründe klar zu nennen. Und dann lässt sie viele Monate vergehen und macht weiter wie bisher. Das ist bestenfalls ungeschickt und nachlässig – erst Recht für eine Behörde, die sonst für Recht und Gerechtigkeit nach klaren Vorgaben steht.
Fehlenden Vorgaben aber sind in diesem Fall ihr Problem. Erstens: Im Gegensatz zu anderen staatlichen Behörden – etwa eine Stadt bei Bauaufträgen – ist die Polizei nicht verpflichtet, Leichentransporte öffentlich auszuschreiben. Dass sie es trotzdem wollte und will, muss ihr Zugute gehalten werden. Schließlich arbeitet sie mit Steuergeld, da ist Sparsamkeit oberstes Gebot, und zwar vor einer Wirtschaftsförderung für die Bestatterbranche. Außerdem schützt eine öffentliche Ausschreibung auch vor dem Verdacht der Korruption. Zweitens: Es gibt keine klaren Vorgaben zur Mindestausstattung- und -ausbildung für den Einsatz eines Bestatters am Tatort, schon gar nicht zum optimalen Schnittpunkt zwischen Preis und Qualität. Und das billigste Angebot muss nicht das Beste sein. Die Polizei muss die Standards also neben ihren vielen Aufgaben selbst erarbeiten. Das sollte sie schnell tun, um weiteres Gschmäckle zu vermeiden.

Ulrich Schubert

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