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Göttingen Lerche legt Siekanger teilweise lahm
Die Region Göttingen Lerche legt Siekanger teilweise lahm
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01:10 17.05.2012
Geschützt: Die Feldlerche brütet am Siekanger. Quelle: Nabu/Gross
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Grone/Göttingen

Wie die Stadt Göttingen am Mittwoch mitgeteilt hat, habe der „von der Stadt beauftragte, unabhängige“ Vogelkundler Thomas Fechtner die Nester des nach Bundesnaturschutzgesetz geschützten Vogels gefunden.

Nun, so heißt es von Seiten der Verwaltung weiter, habe die Stadt „sofort für die gesamte Brutzeit der Vögel eine großflächige Sicherung der Nistbereiche veranlasst“. Die Lerchenreviere lägen in einem verbleibenden, aber durch Bauarbeiten bereits verkleinerten Weizenfeld. Diese Teilflächen sollen nun „über die Brutperiode der Feldlerche unverändert erhalten bleiben. Das Betreten und Befahren der Flächen sei verboten.

Als „Kernbrutzeit“ der Feldlerche gibt die Stadtverwaltung Anfang April bis Mitte Mai an. Zweitbruten seien im Juni möglich. Der Naturschutzbund gibt sogar Anfang August an. Erst nach elf Tagen verlassen die Jungvögel das Nest am Boden, fliegen können sie erst nach 15 Tagen. Unabhängig von den Eltern sind die Vögel erst nach 30 Tagen.

Die Stadt rechnet mit einem Baustopp bis Ende Juni. „Die gutachterliche Untersuchung hat dazu noch keine abschließende Festlegung getroffen“, sagt Stadtsprecher Detlef Johannson auf Anfrage. Verzögerungen und damit verbundene Mehrkosten für die Erschließung seien durch die Baupause derzeit nicht erkennbar. „Arbeiten können zur Zeit  problemlos auf andere Bereiche des Gebietes konzentriert werden“, sagt Johannson.

Mit dem Auffinden von Nestern bestätigen sich Vermutungen von Naturschützern und der Grünen im Rat. Der Göttinger Ornithologe Hans Dörrie hatte bereits Mitte April singende Feldlerchenmännchen über dem Gelände beobachtet – für Fachleute ein Anzeichen für Brutaktivitäten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stadtbaurat Thomas Dienberg die Existenz von Lerchennestern auf dem GVZ-Areal noch verneint.

mib

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