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Göttingen Londonbus kracht in Haus
Die Region Göttingen Londonbus kracht in Haus
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21:18 26.06.2011
Göttingen

Der 53-jährige Busfahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt, konnte aber nach Angaben von Frank Gloth, Sprecher der Berufsfeuerwehr Göttingen, unverletzt gerettet werden. Laut einem Polizeisprecher erlitt der Fahrer aber einen Schock. Am Haus entstand ein Schaden von 30 000 Euro, am Bus in Höhe von 50 000 Euro.

Zur Unfallursache gab es gestern unterschiedliche Angaben. So sprach die Polizei anfangs von einem technischen Defekt. Am Nachmittag dann teilte sie mit, dass der Unfall durch einen Fehler des Busfahrers ausgelöst worden sei. Beim Abbiegen in den Nikolausberger Weg habe er den Bordstein touchiert und dadurch das Lenkrad verrissen, so dass er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und mit dem Eckhaus kollidierte. Eine Frau, die während des Unfalls an Bord des Busses war, berichtete, sie habe kurz vor dem Aufprall einen lauten Knall gehört.

Feuerwehrsprecher Gloth sagte, dass die Insassen großes Glück gehabt hätten, weil der Bus mit relativ geringer Geschwindigkeit gegen die Hauswand gekracht sei. Ein Balkon habe zudem Schlimmeres verhindert und den Bus gestoppt, bevor er die Zufahrt zu einer Tiefgarage hinunterrutschen konnte. Das bestätigte auch ein Mann, der ebenfalls zu den Fahrgästen gehörte und mit seiner Familie an der Stadtrundfahrt teilnahm: „Ich habe Angst gehabt, dass der Bus in die Einfahrt stürzt“, sagte er.

Die Berufsfeuerwehr Göttingen war laut Gloth mit 15 Kräften vor Ort. Neben dem Rüstwagen sei auch ein Rettungswagen im Einsatz gewesen.

Der 1962 in Großbritannien gebaute Londonbus ist nach Angaben der Göttinger Verkehrsbetriebe 9,10 Meter lang, 2,50 Meter breit, vier Meter hoch und bietet 63 Fahrgästen Platz. Mehrere tausend Menschen sind mit ihm Jahr für Jahr in Göttingen unterwegs. Ob und wann der Bus wieder für Stadtrundfahrten genutzt werden kann, ist derzeit unklar.

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