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Göttingen Maisberg aus 22 000 Tonnen Biomasse entsteht
Die Region Göttingen Maisberg aus 22 000 Tonnen Biomasse entsteht
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19:09 07.10.2011
Berg aus gehäckseltem Mais: Aus Biomasse von Maisfeldern wird demnächst Biogas in der neuen Anlage in Rosdorf produziert. Quelle: CR
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Rosdorf

„Trotz Schauerwetter, wir können weiterarbeiten“, sagte am Freitag Jan Hampe, Geschäftsführer des Maschinenrings und der Biogas Göttingen GmbH & Co. KG. Der Transport laufe gut. Anwohner zögen mit, so sei eine enge Straße in Diemarden von parkenden Autos geräumt worden. Nur ein kleiner Unfall ist Hampe zufolge bislang passiert. Ein kleines Kneipenschild in Obernjesa wurde abgefahren. Es gebe ein neues, verspricht Hampe.

Zeitweise drei Häcksler und mehr als ein Dutzend Trecker- und Lkw-Gespanne sind gleichzeitig im Einsatz. Mit Polizei und Gemeinden wurden Transportwege abgesprochen. Über die Brücke in Niedernjesa geht es nur leer. Die Brücke ist auf 16 Tonnen beschränkt. Transportfahrten sollen gegen 22 Uhr beendet sein.

Auch dem Mais ist der warme Frühling und der feuchte Sommer offenbar bekommen. Rund 52 Tonnen werden je Hektar geerntet. Hampe rechnet mit 22 500 Tonnen Mais, die von den Vertragsflächen zur Anlage nach Rosdorf gebracht werden. Im Landkreis Göttingen werden dem Landvolk zufolge mittlerweile auf 2300 Hektar Mais zur Biogaserzeugung angebaut. Unter anderem in Dransfeld werden derzeit weitere Biogasanlagen gebaut. Mais als Viehfutter steht auf weiteren 1800 Hektar. Bei rund 59 000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche im Kreis ist das im Vergleich zu anderen Regionen noch ein geringer Anteil. Auf der Bioenergieanlage wird der zerschnittene Mais in Silos gefahren, verdichtet und unter Sauerstoffabschluss verpackt.

Mit tierischer Gülle und Mist sowie anderen Pflanzen wird der Mais später in die Gärbehälter gefüllt. Mithilfe von Bakterien entsteht Methangas. Die neue Anlage bei Rosdorf soll in den nächsten Wochen in Betrieb gehen, um noch vor dem Jahreswechsel Strom produzieren zu können.

Neue Biogasanlage in Rosdorf

Die 6,5-Millionen-Euro-Anlage der Biogas Göttingen GmbH, getragen von 32 landwirtschaftlichen Betrieben, leitet Gas über eine neue Leitung an ein Blockheizkraftwerk der Göttinger Stadtwerke in der Godehardstraße. Der Energieversorger Eon Mitte stellte dort bereits drei je 14 Tonnen schwere Trafostationen auf, um Strom ins Netz einzuspeisen. Es geht um eine elektrische Leistung von zwei Megawatt, dreimal soviel wie in Jühnde.

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