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Göttingen „Mangelhafte“ Gebäude: Stadt prüft Neubau
Die Region Göttingen „Mangelhafte“ Gebäude: Stadt prüft Neubau
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00:29 08.04.2018
Tierheim Göttingen: Die Gebäude sind in einem „mangelhaften“ Zustand Quelle: Markus_Hartwig
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Göttingen

Die Stadtverwaltung Göttingen prüft, ob in Göttingen ein neues Tierheim gebaut wird. Das teilte die Verwaltung auf Tageblatt-Nachfrage mit. Immer wieder hatte es in den vergangenen Jahren Kritik an der Einrichtung gegeben. „Der mangelhafte Zustand des Gebäudes brennt uns unter den Nägeln”, so die Verwaltung. Deshalb steige man derzeit in eine Prüfung ein, ob in der Nähe des derzeitigen Tierheims ein Neubau „bauplanungs- und bauordnungsrechtlich möglich” wäre. Umsetzungsvarianten für einen Neubau würden dann der Stadtverwaltung zufolge in einem weiteren Schritt geprüft. Das Gelände, auf dem das Tierheim An der Hufe steht, gehört der Stadt Göttingen. Das Gebäude ist im Besitz der Göttinger Tierschutzvereins, dem auch die Betreiber des Tierheim angehören.

Landesbehörde Laves legt Mängelliste vor

Die Mängel sind offenbar seit längerem bekannt. denn: Im November 2016 hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) ein Stellungnahme dazu abgegeben. Der Landkreis Göttingen, der mit seinem Veterinäramt die zuständige Behörde ist, hatte das Gutachten in Auftrag gegeben. „Wir bestätigen die Begehung durch das Laves im November 2016. Bei den festgestellten Mängeln handelt es sich überwiegend um die bauliche Gestaltung der Einrichtung”, so Kreisverwaltungssprecher Ulrich Lottmann. Als Folge aus der mehrtägigen Untersuchung ordnete das Veterinäramt „erste Maßnahmen” an. Die Kreisverwaltung will sich zu den Kritikpunkten der Landesbehörde nicht weiter äußern.

Umbauarbeiten im Tierheim „nach und nach“

Die Leiterin des Tierheims, Sabine Kober, bestätigt: „Bauliche Mängel, die den Hunde-Trakt betreffen, sind schon seit längerer Zeit bekannt.“ Sei dem eine Neufassung des Tierschutzgesetzes in Kraft getreten ist, seien größere Boxen und Zwinger für Hunde nötig. Kober weiter: „Um -oder Ausbauten waren in der Vergangenheit aber schon öfters im Gespräch, scheiterten aber wohl an den finanziellen Mitteln.” Nach einer Begehung von Vertretern der Stadt und des Veterinäramtes habe man Kober zufolge die Notwendigkeit von Veränderungen des Hunde-Trakts erkannt und Gelder zur Vergrößerung der Boxen bereitgestellt. „Die Umbauarbeiten können allerdings - je nach Hundebestand- nur nach und nach ausgeführt werden und benötigen eine gewisse Zeit”, so Kober weiter. Weitere Baumaßnahmen seien derzeit aber nicht geplant.

Aufsichtsbehörde für Tierschutz beim Landkreis

Der Landkreis Göttingen hat nach dem Ortstermin 2016 im Tierheim Göttingen vom Laves einen „Aktenvermerk mit einer gutachterlichen Stellungnahme” bekommen. Welche Mängel im Tierheim vom Landesamt aufgeführt wurden, darüber will die Behörde lieber schweigen. Es „bestehen datenschutzrechtliche Bedenken, da von der Weitergabe die Rechte Dritter betroffen sind”, teilt die Kreisverwaltung mit. Sie verweist auf die Stadtverwaltung. Die wiederum auf den Landkreis als „Aufsichtsbehörde”. Denn: Für den Tierschutz liegt die Aufsicht beim Veterinäramt des Landkreises Göttingen. „Es finden regelmäßige Kontrollen – mindestens zwei Mal jährlich statt”, teilt Lottmann mit. Die Aufsicht über den Betrieb der Einrichtung, so Lottmann weiter, hänge vom Einzelfall ab und sei „pauschal nicht zu beantworten”. Verantwortlich für das Tierheim ist der Göttinger Tierschutzverein. Einen Vorsitzenden hat der Verein nicht. Zweite Vorsitzende ist Andrea Roche, Kassenwart Ulf Kober. Kober leitet gemeinsam mit seiner Frau Sabine auch das Tierheim.

Von Britta Bielefeld

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