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00:19 25.09.2017
Clara Schild (20) geht am Sonntag wählen, um mitbestimmen zu können. Quelle: Vera Wölk
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Göttingen

Am Sonntag sind Bundestagswahlen, dann sind rund 61 Millionen Deutsche aufgerufen ihre Vertreter im deutschen Bundestag für die nächsten vier Jahre zu wählen. Doch wollen die Bürger ihr Wahlrecht auch ausüben? Das Tageblatt hat in Göttingen nachgefragt.

„Ich gehe wählen, denn aus meiner Sicht ist das Wählen die Verantwortung eines jeden einzelnen. Zudem habe ich dadurch die Chance, mitzubestimmen, wer Deutschland in den kommenden Jahren regieren wird“, sagt Clara Schild. Die 20-Jährige übt nach eigener Aussage gern ihr Wahlrecht aus. Für Günter Bach (76) aus Weende ist es eine christliche Pflicht seine Stimme abzugeben. „Jeder sollte wählen gehen. Denn unser Wahlrecht ist schließlich auch im Grundgesetz verankert“, sagt er. Er findet es schade, dass die Zahl der Nichtwähler bei den vergangen Wahlen immer recht hoch war. „Jede Stimme ist entscheidend“, betont er.

Für Günter Bach (76) ist wählen gehen eine Pflicht. Quelle: Vera Wölk

Zudem möchten aus seiner Sicht auch die Nichtwähler die Vorteile, die es in Deutschland gibt, nutzen. „Ich denke, wer die Vorteile haben möchte, der sollte bei einer Wahl auch seine Stimme abgeben“, so Bach. Auch Sabrina Wedemeier (25) aus Iber sieht es als Pflicht an, an Wahlen teilzunehmen. „Seit ich wählen kann, bin ich eigentlich zu jeder Wahl gegangen“, sagt sie. Sie hofft, dass es durch den Wahlausgang nicht zu einem Regierungswechsel kommt.

Anders sieht dies ein älteres Ehepaar, das lieber anonym bleiben möchte. „Aus unserer Sicht ist es Zeit für einen Wechsel in der Regierung“, sagen sie. Für den Mann ist es selbstverständlich seine Stimme abzugeben, denn schließlich sei das Wahlrecht etwas Besonderes, was eine Demokratie ausmache und müsse daher auch von den Wahlberechtigten wahrgenommen werden. Allerdings würde er es besser finden, wenn die Bundestagswahlen nicht alle vier, sondern alle fünf Jahre wären. „Dies wäre für den Gesetzgebungsprozess besser. Denn erst dauert es, bis die Regierung sich gebildet hat und kaum sind Gesetzte verabschiedet worden, sind schon wieder Wahlen und eine mögliche neue Regierung ändert die Gesetzte dann gleich wieder“, begründet er seine Meinung. Für eine 21-jährige Marktverkäuferin gehört Wählen zwar dazu, doch ein großes politisches Interesse hat sie nach eigener Aussage nicht. „Dennoch wäre es schade, wenn man sein Wahlrecht einfach verfallen lassen würde“, sagt sie.

Auch für Hartmut Mattlin aus Göttingen ist es eine Pflicht zur Wahl zu gehen. Denn nur durch die Wahlen könne die Demokratie weiteren bestehen. „Schließlich sind Wahlen der wichtigste demokratische Akt. Und außerdem habe die Bürger dabei die Möglichkeit ein Mitspracherecht auszuüben“, betont er.

Hartmut Mattlin (68): Nichtwähler dürfen sich hinterher nicht beschweren. Quelle: Vera Wölk

Wenig Verständnis habe er daher für Menschen, die nicht zur Wahl gehen, sich hinterher aber über das Ergebnis beklagen. „Wer nicht zur Wahl geht, darf sich danach auch nicht beschweren, wenn jemand gewählt wurde, den er nicht haben wollte“, sagt er. Denn schließlich hätten die Nichtwähler nicht zum Ergebnis einer Wahl beigetragen.

Von Vera Wölk

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