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Göttingen „Nicht wild drauf los berichten“
Die Region Göttingen „Nicht wild drauf los berichten“
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00:17 12.12.2016
Daniel Jacobs Quelle: fab
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Göttingen

„Bei einer Flut an Nachrichten muss die Tagesschau selektieren, worüber berichtet wird. Vor allem, da die Tatumstände zunächst nicht gesichert waren, ist es völlig in Ordnung gewesen, keinen Beitrag zu senden“, sagt der in Hannover lebende Bildungsreferent Daniel Jacobs.

Stephanie Schmitz

Seine Kollegin Stephanie Schmitz stimmt ihm zu und ergänzt: „Es ist sogar löblich, dass nicht wild drauf los berichtet wurde, nur um eine Schlagzeile zu produzieren, wie es beispielsweise die Bild-Zeitung häufig macht.“

Sara Veit

Ein Punkt, den Sara Veit aufgreift. „Bevor Stimmung gemacht wird, sollten die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen und die Information hieb- und stichfest sein“, erklärt die Lehramtsreferendarin für Spanisch und Französisch. Sie fühlt sich von deutschen Medien gut informiert und glaubt nicht an eine Zensur durch den Staat. „Zum Glück herrscht bei uns Pressefreiheit, im Gegensatz zu Ländern wie der Türkei. Letztlich ist es aber an jedem selbst, ob er sich bei den RTL-News oder durch gut recherchierte Nachrichten informiert.“

Jennifer Heimbüchel
Jacqueline Weihe

Ebenfalls nicht an Pressezensur glauben die Freundinnen Jennifer Heimbüchel und Jacqueline Weihe aus Göttingen. „Ich denke zwar, dass nicht immer alles preisgegeben wird, was aber eher aus Angst geschieht, Fehlinformationen zu liefern. Allerdings gibt es auch Medien, die bewusst falsche Nachrichten produzieren, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen, damit die Einwanderungswelle abebbt“, meint die 24-jährige Heimbüchel.

Sarah Hübner

Sarah Hübner hätte sich gewünscht, dass die Tagesschau früher deutlich Stellung bezogen hätte. „Es sollte begründet werden, warum über eine Tat berichtet wird, über eine andere aber nicht. Entweder man macht es ganz oder gar nicht. So wie es jetzt geschehen ist, kommt nur Misstrauen auf“, erläutert die Schokoladenverkäuferin von Mari Lu.

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