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Göttingen So könnte das Weender Krankenhaus der Zukunft aussehen
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20:55 06.12.2018
Therapiegarten Weender Krankenhaus. Quelle: r
Weende

Größere Erweiterungen stehen an: 97 000 Quadratmeter Geschossfläche, 13 000 Quadratmeter Patientengarten, die alten Kasernengebäude weichen, moderne Bettenhäuser entstehen. Das sind Eckpunkte der Masterplanung des Evangelischen Krankenhauses Weende (EKW).

Wo in den 1930er Jahren vier Kasernengebäude standen und seither immer wieder Ergänzungsbauten hinzukamen, könnte in den nächsten 50 Jahren ein völlig neues Klinikum entstehen. Das Kölner Architektenbüro Astoc stellte am Donnerstag den Masterplan des Weender Krankenhauses dem Bauausschuss der Stadt Göttingen vor. „Es geht bei dieser Planung darum, die möglichen Bedarfe des Klinikums in den nächsten 50 Jahren abzubilden“, erklärte Astoc-Stadtplaner Florian Ibold.

Erweiterungen in mehreren Etappen

Dabei sollen die Maßnahmen in Etappen erfolgen. Als erster Schritt sollen die westlich gelegenen Gebäude drei und vier innerhalb der nächsten drei bis acht Jahre in Neubauten überführt werden. Schon dabei würde sich die Bettenzahl von aktuell 411 auf 497 und die Geschossfläche von 40 000 auf 48 000 Qudratmeter erhöhen.

In der Folge sieht der Masterplan die Neugestaltung der Technik und Verwaltung in zehn bis 15 Jahre vor. Die Häuser eins und zwei, sowie der Operationsbereich könnten dann in 15, die Häuser fünf und sechs in 20 Jahren folgen. Die neuen Gebäude folgen dabei in der Nord-Süd-Ausrichtung dem jetzigen Bestand, ragen aber weiter in die Höhe, haben bis zu sechs Geschosse.

Neuer Eingangsbereich

Ein neuer Eingangsbereich soll an bisheriger Stelle verbleiben, allerdings als großzügiges Forum gestaltet werden, so Ibold. Von hier aus leitet eine Magistrale in die einzelnen Zeilenbauten und von dort in Rippenstruktur in die einzelnen Bereiche des Klinikums, erläuterte der Planer. „Die Baumasse verdoppelt sich nach Umsetzung aller Schritte auf 97 000 Quadratmeter.“

Doch nicht nur die Gebäude werden größer, sondern auch die Grünfläche soll sich auf dem Gelände verdoppeln. Das soll vor allem dadurch erreicht werden, dass das Klinikumsgelände weitgehend autofrei sein soll. Das soll erreicht werden, indem die derzeit auf dem Gelände verteilten Parkplätze in Parkhäuser verlagert werden. Die 600 im 2018 fertiggestellten Parkhaus im Westen des Krankenhauses zur Verfügung stehenden Plätze würden in langfristiger Planung nicht ausreichen.

Lob vom Stadtbaurat

„Wir wollen das Strukturbild der jetzigen Bebauung mit diesem Masterplan in die Zukunft tragen“, betonte Iberg. Auch wollen die Kölner Architekten die jetzige Wegebeziehung auf dem Areal erhalten. Gleichzeitig soll das Klinikum in Zukunft entlang der Bundesstraße eine neue Identität bekommen. „Uns ist es wichtig, an dieser Stelle einen identifizierbaren Ort zu erschaffen.“

„Hier ist Bewegung drin“, lobte Stadtbaurat Thomas Dienberg die vorliegenden Pläne des Kölner Büros, das im Übrigen auch an der zukünftigen Gestaltung des benachbarten Universitätsklinikums beteiligt ist. „Gut, dass sie so weit in die Zukunft blicken. Darauf kann man aufbauen“, schloss der Stadtbaurat und versprach, einen Entwurf für den noch fehlenden Bebauungsplans schnellstmöglich vorzulegen.

Von Markus Scharf

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