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Göttingen Max-Planck-Institut empfängt Delegation aus Qixia
Die Region Göttingen Max-Planck-Institut empfängt Delegation aus Qixia
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15:00 06.12.2018
Delegation aus China besucht das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) hat am Donnerstag sieben Delegierte aus Qixia empfangen. Die Besucher, unter denen der Vizebürgermeister von Qixia Wan Zhen, ein Professor der „Nanjing University“ und weitere Mitarbeiter der Stadt gewesen sind, waren von Dienstag bis Donnerstag in Göttingen zu Gast.

Zwei Vorträge und eine Führung

Das Programm im MPIDS startete mit zwei Vorträgen. Stephan Herminghaus stellte sein Projekt zu der digitalen Wende im öffentlichen Personennahverkehr vor. Mit Hilfe einer Software und sogenannten „EcoBussen“ will er den Linienverkehr mit dem Trend des „Ridesharing“ verbinden, um die Straßen insgesamt leerer zu machen.

Besonders der Vizebürgermeister Zhen war an diesem Projekt interessiert und verdeutlichte, dass ein solches System auch in China funktionieren könne. Außerdem wollte er wissen, ob eine Kooperation des MPIDS mit chinesischen Firmen möglich wäre. „Wenn jemand eine gute Idee, die zu uns passt, dann ist es egal, aus welchem Land er kommt“, stellte Herminghaus fest.

Der zweite Vortrag von Stefan Luther handelte von seiner Forschung über die Visualisierung und Kontrolle von Spiralwellen bei Herzrhythmusstörungen. Er und seine Forschungskollegen wollen verstehen, was Fibrillation ist und ihre Erkenntnisse nutzen, um Herzrhythmusstörungen zu beenden. Derzeit arbeiten sie an einem Prototypen für einen neuen Defibrillator. Auch dazu stellte Zhen interessierte Nachfragen. Im Anschluss bekamen die Chinesen eine Führung durch die Experimentierhalle des MPIDS – vorbei an Maschinen, Warenschränken und Werktischen.

Kooperation stärken und ausweiten

Am Mittwoch hat die Delegation bereits das Unternehmen Sartorius sowie die Universität besichtigt und Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler im Alten Rathaus getroffen. Dabei wurde unter anderem der Entwurf einer Kooperationsvereinbarung erstellt, die bei einem erneuten Besuch im nächsten Jahr geschlossen werden soll. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass wir die Kooperation intensivieren“, sagt Achim Sterr, Beauftragter für Repräsentation und internationale Beziehungen der Stadt Göttingen.

Seit 2005 gab es gegenseitige Besuche, 2010 wurde schließlich der erste Kooperationsvertrag geschlossen. „Jetzt wollen wir die Kooperation von dem Bereich Kultur und Schüleraustausch auf die wirtschaftlichen und wissenschaftliche Bereiche ausweiten“, so Sterr. Er war mit seinen Kollegen selbst erst vor einigen Wochen für einen Besuch in Nanjing.

Am Ende der Veranstaltung im Max-Planck-Institut überreichte Vizebürgermeister Zhen der Pressesprecherin Carolin Hoffrogge ein Gastgeschenk: eine kleine chinesische Blumenvase. „Wir haben uns sehr gefreut, dass sie da waren und nach unserem Besuch im Oktober so schnell die Initiative für einen Gegenbesuch ergriffen haben“, schließt Sterr. „Wir freuen uns auf das nächste Treffen im nächsten Jahr.“

Von Isa Kroeschell

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