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Göttingen Stadtverwaltung rechtfertigt Rodungen
Die Region Göttingen Stadtverwaltung rechtfertigt Rodungen
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00:18 01.02.2018
Rodungen am Ascherberg-Wäldchen im Februar vergangenen Jahres. Quelle: Mathias Siebner
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Göttingen

In den Frühjahren 2016 und 2017 waren die Ränder des Wäldchens zum Teil gerodet und viele Sträucher und Büsche entfernt worden. Diese „schweren Eingriffe“ entsprächen „nicht den umweltpolitischen Zielsetzungen“, so der Antrag der interfraktionellen Gruppe: „Auf großen Flächen wurde sämtliches Unterholz mitsamt Wurzeln entfernt. Der Waldboden wurde beeinträchtigt.“ Die Einstufung als Landschaftsschutzgebiet habe dies nicht verhindern können. Die Gruppe verweist als Begründung unter anderem auf den Artenreichtum im Ascherberg-Wäldchen. Insbesondere Rodungen, Einzelbaumfällungen und weiteres Entfernen von Sträuchern sollten unterbunden werden. Um dies zu verhindern und um den früheren Zustand wiederherzustellen, solle das Waldgebiet nun als „Geschützter Landschaftsbestandteil (GLB)“ ausgewiesen werden, meint die interfraktionelle Gruppe. Das Gebiet habe „ökologisch und stadtklimatisch eine hohe Bedeutung“.

Außerdem sollen die Wege im Wäldchen „aufgelöst“ und die Sitzbänke abmontiert werden, meint die Gruppe. Bei dieser Forderung allerdings spielen die Grünen nicht mit. Sie wollen die Wege wie auch die Funktion des Areals als Naherholungsgebiet erhalten.

Die Göttinger Stadtverwaltung hingegen lehnt einen erweiterten Schutzstatus für das Wäldchen ab. Die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet reiche aus.

Die Entfernung von Büschen und weitere Maßnahmen in den vergangenen beiden Jahren seien gerechtfertigt gewesen, erläuterte die Verwaltung in der Januar-Sitzung des städtischen Umweltausschusses. Im Winter 2016/17 seien entlang der Ränder des Wäldchens „notwendige Maßnahmen zur Verkehrssicherung“ vorgenommen worden. Der zentrale Bereich sei dabei unverändert geblieben. Ein Trampelpfad durch das Wäldchen sei mit Baumstämmen verschlossen und zur Besucherlenkung ein neuer Pfad entlang des Nordrands angelegt worden : „Mit dieser Maßnahme konnte eine deutliche Beruhigung des naturbelassenen Zentrums des Wäldchens erreicht werden.“

„Die Verkehrssicherungsmaßnahmen“, führte die Verwaltung weiterhin aus, seien „unabhängig vom Schutzstatus des Wäldchens erforderlich und legitimiert gewesen“. Weitere Maßnahmen seitens des Forstamtes seien nicht geplant, „ebenfalls ist eine Ausweitung der geordneten Freizeitnutzung auf die zentralen Bereiche des Wäldchens nicht vorgesehen.“ Ein Waldrand werde sich „durch natürliche Sukzession mit der Zeit wieder einstellen“.

Von Matthias Heinzel

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