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Göttingen Mehrheit für Sanierung der Stadthalle
Die Region Göttingen Mehrheit für Sanierung der Stadthalle
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21:42 06.04.2017
Die Diskussion um die marode Göttinger Stadthalle geht weiter, aber es zeichnet sich ab, dass sie saniert und nicht abgerissen wird. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Weitere Varianten wie ein Neubau oder eine Sanierung der 50 Jahre alten Halle inklusive Anbau rutschen damit in die zweite Reihe. Entschieden haben die Mitglieder des Bau- und des Kulturausschusses am Donnerstag - auch nach langer Diksussion - aber noch nichts. CDU, FDP und Piraten haben Beratungsbedarf. In einem Punkt allerdings sind sich alle Fraktionen einig: Die Stadthalle soll an ihrem bisherigen Standort bleiben.

Schon seit langem ist bekannt, dass die Stadthalle viele Mängel hat. Und schon seit langem wird über ihre Zukunft diskutiert. Ein neues Gutachten, für das Bausubstanz und Technik komplett durchleuchtet wurden, hatten Verwaltung und Politik vor wenigen Wochen dennoch schockiert. Das Ergebnis: Die Halle ist baufälliger als erwartet und ohne Abhilfe droht eine baldige Zwangsschließung.

Bisherige Grundstruktur ideal

Fieberhaft hat die Verwaltung darauf verschiedene Lösungswege erarbeitet. Jetzt schlägt sie vor, die Halle zu sanieren und dabei auf einen Erweiterungsanbau zu verzichten. Sie beruft sich dabei auch auf Ergebnisse vorangagengener Gutachten, die unter anderem bestätigen, dass Standort und bisheriges Grundstruktur der Halle ideal sind.

Für ihre favorisierte Lösung führt die Verwaltung mehrerer Gründe auf: Sie würde etwa 19,5 Millionen Euro kosten und sei damit erheblich günstiger als ein Neubau. Auch ein Erweiterungsanbau würde weitere 9,2 Millionen Euro kosten, der Mehrwert aber sei vergleichsweise gering. Aufgrund „der vielfältigen Mängel“ komme eine Teilsanierung nicht in Frage. Es sei aber möglich, im Zuge einer Grundsanierung auch logistische und organisatorische Mängel der alten Halle zu beseitigen. Für die Sanierung setzt die Verwaltung etwa zwei Jahre Bauzeit an. Finanziert werden soll das Projekt über Rücklagen, Fördermittel von Land und Bund und Kredite.

Ergänzend hat die Verwaltung eine ersten Entwurf für einen „städtebaulichen Rahmenplan rund um die Stadthalle“ vorgelegt - auf Bestreben der SPD. Darüber sollen auch die öffentlichen Flächen und Wege bis zum Wilhelmsplatz und Theaterplatz schrittweise aufgewertet werden.

"Uns läuft die Zeit weg"

„Mit diesem Vorgehen bekommen wir eine zukunftsfähige Stadthalle, die sich zudem finanzieren lässt“, warb Stadtbaurat Thomas Dienberg für den Vorschlag. „Wir können inzwischen zustimmen“, erklärte dazu Rolf Becker (Grüne) - „wenn auch schweren Herzens“. Allerdings forderte er konkretere Angaben zum Rahmenplan. Auch die Linken unterstützen den Vorschlag - „und wir sollten schnell entscheiden, uns läuft die Zeit weg“, so Gerd Nier. Es müssten endlich klare Grundlagen geschaffen werden, damit die Halle nutzbar bleibt, forderte Helmi Behbehani (SPD) auch mit Blick auf die Planungssicherheit für Veranstalter.

Die CDU hingegen „hat große Zweifel“, konterte Hans Otto Arnold. Zu viele Fragen seien noch offen. Vor allem aber seien andere Alternativen wie die Neubauvariante noch nicht ausreichend geprüft. Andere Städte zum Beispiel hätten jüngst günstigere und zugleich gute neue hallen gebaut. Ähnlich argumentierte Felicitas Oldenburg (FDP). Zudem fehle ihr bisher eine Übergangslösung für Veranstaltungen während der Bauphase. Entscheiden wollen die Ausschüsse jetzt in ihrer Mai-Sitzung, abschließend der Rat.

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