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Göttingen Messerstecher weiter auf der Flucht
Die Region Göttingen Messerstecher weiter auf der Flucht
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19:06 04.09.2017
Die Spurensucher machen sich an die Arbeit. Quelle: Christoph Mischke
Göttingen

„Das Opfer befindet sich weiterhin in einer Klinik“, erklärt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. „Der Zustand der Göttingerin ist stabil.“ Zu Einzelheiten über die Tat, den Fluchtweg und die Identität des Mannes hüllen sich die Ermittler weiterhin in Schweigen. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ gebe es auch keine Informationen über die Fahndungsmaßnahmen der Polizei, erklärt Kaatz.

Zu den Gegenständen auf einer kleinen Mauer am Tatort will die Polizei ebenfalls nichts sagen. Dort waren unter anderem eine Hose, zwei Zigarettenschachteln der Marke „Camel“, Schlüssel und weitere Gegenstände sichergestellt worden. Selbst eine halbwegs detaillierte Personenbeschreibung will die Polizei nicht liefern, obwohl das Opfer eine solche problemlos liefern konnte. Nach wie vor zeigt sich die Polizei aber davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Täter gefasst wird.

Der junge Mann hatte am Freitagmorgen um 11.15 Uhr seine Partnerin in einer Lieferzufahrt auf der Rückseite des Nebengebäudes mit Spielhalle und ADAC plötzlich mit einem Messer attackiert, mehrfach zugestochen und schwer verletzt. Nach dem Angriff flüchtete der Mann in Richtung Westen durch den kleinen Elstalgraben-Tunnel unter der Autobahn 7 auf offenes Feld. Dort verlor sich seine Spur, obwohl die Polizei sofort eine Großfahndung auslöste und bei der Suche auch einen Hubschrauber einsetzte. Noch am Montagmorgen waren auf dem Gelände westlich der Autobahn Polizeibeamte mit Untersuchungen beschäftigt.

Nach der Tat schleppte sich das Opfer blutend zu einer Bank an der Bushaltestelle vor der Spielhalle. Sie blieb dabei ansprechbar. Ein Rettungswagen war schnell vor Ort, die Besatzung begann mit der Notfallversorgung. Danach wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht.

Nach wie vor geht die Polizei von einer Beziehungstat aus. Ein terroristischer Hintergrund werde ganz klar ausgeschlossen, erklärte Polizeisprecherin Kaatz am Montag.

Das Verhalten des flüchtigen Mannes gibt weiterhin Rätsel auf. Noch kurz vor der Tat waren Täter und Opfer Hand in Hand oder eng umschlungen an verschiedenen Stellen im Einkaufszentrum gesehen worden. Das Paar habe sich sehr in Liebe zugetan gezeigt, sagten mehrere Augenzeugen. Dies belegten auch Aufnahmen der Video-Überwachungsanlage, erklärte „Kauf Park“-Chef Andreas Gruber. Drei Kameras hätten das Paar vor der Tat erfasst. Der Bereich des Tatorts wird allerdings von keiner Kamera abgedeckt.

Der Gesuchte ist etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß. Bekleidet war er bei der Tat und zu Beginn seiner Flucht mit einem schwarzen T-Shirt und kurzen blauen Shorts. Die Polizei bittet die Bürger, über Notruf „110“ die Polizei zu alarmieren, falls sie ihn erkennen sollten. Die Polizei bittet die Bürger, über Notruf „110“ die Polizei zu alarmieren, falls sie ihn erkennen sollten. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen außerdem unter Telefon 05 51 / 4 91 21 15 entgegen.

Von Matthias Heinzel

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