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Göttingen Mit dem E-Skateboard auf der Bürgerstraße
Die Region Göttingen Mit dem E-Skateboard auf der Bürgerstraße
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14:41 09.08.2018
Hoverboards und E-Skateboards erfreuen sich wachsender Beliebtheit, dürfen aber nur auf Privatgrundstücken gefahren werden. Quelle: Polizei
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Göttingen

Gegen 0.55 Uhr nutzte der Mann die zweispurige Fahrbahn des Göttinger Stadtrings und geriet in die Verkehrskontrolle. Die Beamten stellten sein elektrisch betriebenes Gefährt sicher und veranlassten eine technische Überprüfung. Der Grund: Für die E-Skateboards gibt es wie auch für die beliebten Hoverboards keine Straßenverkehrszulassung. Ihnen fehlen Bremse, Beleuchtung und Lenkeinrichtung.

Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Göttinger Polizei, beobachtet die zunehmende Nutzung der elektrisch betriebenen Boards im öffentlichen Straßenverkehr mit Sorge. „So cool sie auch sein mögen, sie sind unzulässig im Straßenverkehr.“ Und sie können gefährlich sein. Laut Herstellerangaben erreichen die Boards eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von deutlich mehr als sechs Stundenkilometer. Rechtlich gelten sie damit als Kraftfahrzeuge.

Zulassung ausgeschlossen

Und für Kraftfahrzeuge benötigt man neben der Zulassung außerdem eine Versicherung und eine Fahrerlaubnis. Die Zulassung ist nach aktueller Rechtslage ausgeschlossen, eine Haftpflichtversicherung für Skateboard- oder Hoverboardfahrer wird seitens der Versicherer nicht angeboten und als Führerschein sollte der Fahrer eine Erlaubnis der Motorradklassen oder der Klasse B vorweisen können.

In der Konsequenz bedeutet das: E-Skateboards und Hoverboards dürfen nur auf eingezäunten Privatgrundstücken genutzt werden. Andernfalls begeht der Nutzer grundsätzlich eine Verkehrsordnungswidrigkeit, es droht wegen Verstoß gegen die Zulassungsverordnung ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt. Außerdem hätte eine Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr eine Nachversteuerung zur Folge. Ohne Versicherung verstößt der Nutzer außerdem gegen das Pflichtversicherungsgesetz und ohne Führerschein gegen das Straßenverkehrsgesetz (StVG).

Verkehrsexperte Arnecke rät daher:

– Nutzen Sie Skateboards und Hoverboards nur auf Privatgrundstücken und lassen Sie dort nur eine Nutzung zu.

– Beugen Sie schweren Verletzungen durch das Tragen einer Schutzkleidung und eines Helms vor.

– Beachten Sie die Produktbeschreibung des Herstellers.

– Infomieren Sie sich vor dem Kauf eines solchen Gefährts über die verkehrsrechtlichen Bestimmungen.

Von Markus Scharf

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