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Göttingen Mitarbeiter an Haaren durch die Spielhalle geschleift
Die Region Göttingen Mitarbeiter an Haaren durch die Spielhalle geschleift
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00:29 02.03.2018
Der Angeklagte war im September 2017 nach einem Raubüberfall auf eine Spielhalle in der Göttinger Innenstadt festgenommen worden. Quelle: dpa
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Göttingen / Northeim

Der Angeklagte war im September 2017 nach einem Raubüberfall auf eine Spielhalle in der Göttinger Innenstadt festgenommen worden und danach in Untersuchungshaft gekommen. Er sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf ein.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der 26-Jährige um kurz nach Mitternacht mit einem Tuch vor Mund und Nase und hochgezogener Kapuze die Spielhalle betreten. Dort habe er einem Angestellten ein Küchenmesser vorgehalten und diesen aufgefordert, ihm Geld zu geben. Nachdem der Mitarbeiter die Kasse geöffnet hatte, habe er diesen an den Haaren zu Boden gerissen und ihn aufgefordert, auch noch den Tresor zu öffnen. Der Mitarbeiter habe dazu zunächst das Zeitschloss aktivieren müssen. In der Wartezeit habe der Angeklagte ihn an den Haaren zu den anwesenden Gästen geschleift und damit gedroht, dass er alle abstechen werde, falls die Polizei käme.

Mit dem Messer bedroht

Nachdem er den in Todesangst schwebenden Mitarbeiter weiter mit dem vorgehaltenen Messer bedroht und diesem mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte, soll der Angeklagte 216 Euro aus der Kasse sowie ein iPhone einer Zeugin in eine mitgebrachte Tragetasche gepackt haben. An das Geld im Tresor kam er allerdings nicht mehr heran: Bevor sich der Tresor öffnete, traf bereits die Polizei ein und nahm ihn fest. Der Mitarbeiter hatte gleich zu Beginn den Alarmknopf betätigen können. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erlitt er durch die Gewaltattacken Schmerzen im Nacken und Rücken.

Drei Tage zuvor soll der 26-Jährige eine Mitarbeiterin in einer Videothek in der Göttinger Innenstadt mit einem Küchenmesser bedroht und zur Herausgabe des Bargeldes aufgefordert haben,. Anschließend flüchtete er mit 145 Euro aus der Kasse. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er bei beiden Taten im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt hat. Untersuchungen von Blut- und Haarproben ergaben, dass er Cannabinoide, Kokain und Amphetamine konsumiert hatte und seit längerem regelmäßig Drogen nahm.

Beute im Wert von 3600 Euro

Knapp ein Jahr zuvor soll der Angeklagte im November 2016 bei einem Einbruch in eine Autovermietung in Göttingen Bargeld, Reifen und andere Gegenstände im Wert von insgesamt 3600 Euro erbeutet haben. Außerdem soll er gemeinsam mit einem Komplizen versucht haben, in das Straßenverkehrsamt in Northeim sowie ein Bürogebäude in Uslar einzubrechen. Beide Male wurde allerdings Alarm ausgelöst, so dass die Täter ohne Beute abzogen. Außerdem soll der 26-Jährige einen BMW gefahren haben, obwohl er keine Fahrerlaubnis hatte und das Auto nicht versichert war.

Von Heidi Niemann

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