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Göttingen Kaufland investiert mehrere Millionen Euro in Göttingen
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18:50 06.07.2018
Kaufland will seine Filiale Göttingen Weststadt am Elliehäuser Weg 2019 modernisieren. Quelle: Niklas Richter
Göttingen / Northeim / Duderstadt

„Für unseren Standort in Göttingen-Weststadt befinden wir uns derzeit in der Abstimmung mit der Verwaltung“, erklärte Kauflands Pressesprecherin Andrea Kübler. „Hier planen wir im kommenden Jahr unsere Filiale umfangreich zu modernisieren und einen höheren einstelligen Millionenbetrag zu investieren.“ Dominik Kimyon, Pressesprecher der Stadt Göttingen bestätigte, dass die Verwaltung bei allen Vorhaben, die nicht im Rahmen der erteilten Baugenehmigung und des Bebauungsplanes liegen, eingebunden sei.

Nicht mehr zeitgemäß

Kaufland habe die Filiale im Elliehäuser Weg im Januar 2000 von Real übernommen, erklärte Kübler. Da die Immobilie aus den 80er-Jahren sei, „entspricht der Standort nicht mehr unseren Anforderungen an eine moderne, zeitgemäße Einkaufsstätte“. Daher werde das bestehende Gebäude umfangreich modernisiert und umgebaut. „Wir werden hierbei unsere Kernkompetenzen Auswahl, Qualität und Frische ausbauen und stärken“, sagte Kübler Das neue Ladenkonzept schaffe durch moderne Farben, helles Holz und hochwertige Beleuchtung eine angenehme Einkaufsatmosphäre. Der Zutritt zum Markt soll barrierefrei werden, der Blick auf den Verkaufsraum mit niedrigen Regalen offen und übersichtlich.

Planungsphase

„In Northeim befinden wir uns derzeit in der weiteren Planungsphase für die Entwicklung unseres Standortes“, berichtete Kübler weiter. Hierbei seien noch einige Details zu prüfen beziehungsweise abzuwägen. „Grundsätzlich halten wir nach wie vor an unserem Zeitplan fest, unseren Kunden ein modernisiertes Kaufland im Frühjahr 2020 präsentieren zu können“, so Kübler.

Neubewertung

Die Ankündigung von Kaufland, seine Pläne in Duderstadt zunächst nicht weiterverfolgen zu wollen, hat viele überrascht. Das Unternehmen hatte auf Anfrage erklärt, die Duderstädter Planungen „aufgrund einer neuen Bewertung der Gesamtsituation“ nicht weiter verfolgen zu wollen. Die Neubewertung der Gesamtsituation beziehe sich explizit auf den Standort Duderstadt, antwortete Kübler, ob von der Neubewertung auch andere Standorte betroffen sein.

Die Pläne für das ehemalige Marktkaufgelände in der Schöneberger Straße in Duderstadt will Kaufland derzeit nicht weiter verfolgen. Quelle: Niklas Richter

Baugenehmigungsverfahren

Für den Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) ist das Thema Kaufland aber noch nicht beendet. „Kaufland legt Wert darauf, dass das Baugenehmigungsverfahren abgeschlossen wird“, berichtete er. Das Unternehmen wolle das Baurecht haben und auch bewahren, auch wenn das Unternehmen aus einer grundsätzlichen Entscheidung heraus das Baurecht erst einmal nicht wahrnehmen werde. Für die Verwaltung gelte es nun zu prüfen, welche Ideen Kaufland eingegeben habe. Dann könne die Baugenehmigung, eventuell mit Auflagen, erteilt werden oder nicht. Wenn einige Zeit verstrichen sei, werde die Verwaltung natürlich mit Kaufland sprechen und nachfragen, wie die weitere Entwicklung geplant sei.

Entwicklung abwarten

Auf jeden Fall muss die Stadt die Entwicklung abwarten. Das Gelände in der Schöneberger Straße gehört Kaufland. Die Nutzung wurde in der fünften Änderung des Bebauungsplanes Nummer 3 + 4, „Fauler Rasen“, festgelegt. Es handelt sich danach um ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Einkaufzentrum. Dort sind erlaubt ein Verbrauchermarkt mit einer Verkaufsfläche von höchstens 3000 Quadratmetern, dazu Verkaufsstellen des Lebensmittelhandwerks, ein Florist, eine Buchhandlung mit Schreibwaren sowie Lotto / Toto / Zeitschriften. Die Verkaufsfläche darf in der Summe aller Betriebe höchstens 3200 Quadratmeter betragen. In dem Sondergebiet sind zudem Betriebe des Dienstleistungshandwerks zulässig, sonstige nicht erheblich belästigende Gewerbebetriebe sowie Geschäfts-, Büro-, und Verwaltungsgebäude.

Von Rüdiger Franke

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