Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Mörder muss in Psychiatrie Moringen bleiben
Die Region Göttingen Mörder muss in Psychiatrie Moringen bleiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 21.02.2013
Quelle: dpa (Symbolfoto)
Anzeige
Moringen/Göttingen

Denn: „Wir müssen Sie vor sich selbst schützen“, sagte der Vorsitzende der Jugendkammer, Michael Kalde. Der Beschuldigte aus Wolfsburg ist ein verurteilter Mörder. Er lebt wegen einer schweren schizoiden Persönlichkeitsstörung seit 2008 in Moringen. Dort hatte ihn das Landgericht Braunschweig untergebracht, weil er im Sommer 2008 in einem Mietshaus im Wolfsburger Stadtteil Dettmerode eine Nachbarin heimtückisch mit einem Messer erstochen hatte.

Bei Fußballspiel gefoult

Doch auch die Therapeuten des Maßregelvollzugszentrums hatten keinen Zugang zu dem Einzelgänger gefunden. Am 13. Dezember hatte er schon bei einem Fußballspiel das spätere Opfer, einen Mitpatienten, vielfach gefoult. Am Abend gab es dann ein Abschiedsessen für einen Pflegeschüler, bei dem das Opfer fotografierte. Obwohl der 21-Jährige mit seinem korrekten Spitznamen angesprochen worden war, will er ein beleidigendes „Stinki“ verstanden haben, worauf er „wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ (Kalde) das Opfer angefallen und es mit großer Gewalt gewürgt habe, um es zu töten.

Allmachts- und Gewaltfantasie

Er habe dabei „Allmachts- und Gewaltfantasien ausgelebt“, sagte de Richter. Das alles sei mindestens mit bedingtem Tötungsvorsatz geschehen, „wie ein Programm abgelaufen“, und es sei jederzeit wieder zu erwarten. Deshalb bleibe der Beschuldigte eine Gefahr für die Allgemeinheit und müsse dauerhaft in der Psychiatrie bleiben.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es war zunächst nur eine Randnotiz der polizeilichen Kriminalstatistik: 1100 Wertsendungen der Post-Tochter DHL seien im Sommer 2012 verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben das am Montag korrigiert: Es waren nicht Wertsendungen der DHL aus dem Logistikzentrum Lutterberg, sondern normale Briefsendungen aus und für das Briefverteilzentrum Göttingen.

21.02.2013

Ritter des Johanniterordens haben in einer Festandacht in St. Marien an ein historisches Datum erinnert: Am 15. Februar 1113, also vor 900 Jahren, hatte Papst Paschalis II. die Gemeinschaft anerkannt. Der Orden entstand im 11. Jahrhundert in Jerusalem. Zunächst betrieb eine Bruderschaft dort ein Hospital für arme und kranke Pilger.

21.02.2013

Die Prügelei in den Mai vor und im Eingangsbereich des Sporthauses in Bremke in der Nacht zum 1. Mai 2012 hat beim zweiten Verhandlungsanlauf vor dem Amtsgericht eine überraschende Wende genommen. Der 21 Jahre alte Bremker, dem der Ruf vorauseilte, nicht nur ein guter Fußballer, sondern auch ein gefürchteter Schläger zu sein, ist vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden.

21.02.2013
Anzeige