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„Rasen kann jeder“

Göttinger Verkehrswacht „Rasen kann jeder“

Sicher fahren auf zwei Rädern: Wichtig vor allem zu Beginn der Motorradsaison. Eine Möglichkeit, sich selbst und das eigene Fahrzeug unter realistischen Bedingungen zu erproben, bot die Verkehrswacht Göttingen am Sonnabend auf dem Gelände der Göttinger Verkehrsbetriebe im Groner Industriegebiet.

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Fahrsicherheitstraining der Göttinger Verkehrswacht.

Quelle: Heller

Grone. Sieben Motorradfahrer, drei Frauen und vier Männer, nutzten die Gelegenheit, die ihnen die Verkehrswacht unter Anleitung von Tobias Hillmann bot. Selbst Biker, weiß Hillmann: „Geradeaus rasen kann jeder. Aber das Motorrad in engen Kurven sicher zu beherrschen und plötzlich auftretende Gefahrensituationen zu meistern, ist eine ganz andere Sache.“

Dazu hatten Hillmann und seine Helfer unter anderem einen Slalomkurs mit drei unterschiedlich engen Radien aufgebaut. Die Aufgabe: aus der weiten in die enge Kurve einzuschwenken, also das Fahren in einer sich zuziehenden Kurve zu simulieren. Die Fahrer der großen und schweren Maschinen hatten hier mehr Mühe, den Kurs zu bewältigen. Ganz wichtig, so Fahrsicherheitstrainer Hillmann: die Blickführung. Der Blick sollte so weit wie möglich auf die gewünschten Richtung gerichtet sein und nicht etwa auf die nächsten 15 Meter.

Sicher mit über 100 PS

Nicht nur Motorradanfänger hatten sich zum fahrsicherheitstrainig der Verkehrswacht eingefunden. Marcel Oheim aus Lenglern war schon vor zehn Jahren regelmäßig auf dem motorrad unterwegs gewesen. Nach einer längeren Pause habe er vor zwei Jahren wieder angefangen. Er wolle sich sicherer auf seiner Kawasaki fühlen, meinte Oheim. Ebenso Markenkollege Matthias Hasselmann, der zurzeit noch auf einer gedrosselten Kawasaki unterwegs ist. Bevor er von 48 auf mehr als 100 PS umsteigt, wolle er sich mehr Fahrsicherheit aneignen.

Ganz neu auf zwei Rädern ist Melina Scherf, die erst vor anderthalb Monaten ihren Führerschein gemacht hat und nur Maschinen mit maximal 125 Kubikzentimeter Hubraum fahren darf. Allerdings ist auch ihre KTM mehr als 130 Stundenkilometer schnell. Die 16-Jährige fühle sich auf ihrer Maschine „noch nicht ganz sicher“, möchte aber später liebend gerne auf ein schweres Motorrad umsteigen. Da komme ihr das Verkehrswachttraining gerade recht.

Eine weitere Trainingseinheit: das Fahren auf rutschigem Untergrund, auf dem GöVB-Gelände hergestellt durch Sand auf dem sonst griffigen Asphalt. Ohne ABS eine haarige Sache, sagt Hillmann: „Dazwischen liegen keine Welten, sondern Universen.“ Zwei der sieben Teilnehmer waren mit Motorräder ohne ABS gekommen. Beide verzichteten darauf, sich und ihre Maschinen der Gefahr auf Sand auszusetzen. Die anderen erfuhren, dass ihr Motorrad durch ABS auch unter diesen Bedingungen sauber in der Spur bleibt. Bei starker Schräglage, warnte Hillmann jedoch, komme auch das ABS schnell an seine Grenzen.

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